Hilfe beim Hauptständer

Allgemeines
teddy
Beiträge: 2325
Registriert: Mo 26. Jul 2010, 16:36
Fahrzeuge: ANF 125
Wohnort: Wien-Umgebung

Re: Hilfe beim Hauptständer

Beitrag von teddy » Do 30. Nov 2017, 20:06

Harri hat geschrieben:
Di 28. Nov 2017, 23:29
Bei einer "Nippelschmierung mit Öl" (Öler heißen die Dinger dann) ist es besser, wenn man mit Öl in einer Kammer arbeitet. Ansonsten sind sehr sehr kurze Schmierintervalle erforderlich und ich weiß nicht ob das gewollt ist.
Mein erstes mir wirklich gehoerendes Auto war ein Skoda 1101 (oder 1102, ich weiss nicht mehr) Mitte der 50'er Jahre und irgendein Baujahr aus den 40'ern. Also ein Fossil, wo ich enorm viel Spass hatte um es im Schuss zu halten und sogar den Grossglockner hat es keuchend und schnaubend geschafft. Standort uebrigens die Niederlande und die An- und Zurueckreise mit vielen (damals noch) wunderschoenen Umwegen ueber alles Moegliche an Huegeln und Bergen und Autobahnen selbstverstaendlich auf eigenen Raedern.
Gut, zu Deiner Bemerkung nun. Das Auto hatte 5 "Pedale". Gas, Bremse und Kupplung wie ueblich. Oberhalb des Gaspedals war noch ein kleines, damit wurde das Ritzel des Startmotors mechanisch in den Kranz des Schwungrades geschoben und dort schloss es den elektrischen Kontakt zum Startmotor. Mit den Zehen das Ritzel schieben, mit der Ferse das Gaspedal bedienen bis der Motor ansprang.
Das fuenfte Pedal jedoch - eher ein groesserer Knopf - war links oben ueber dem Kupplungspedal. Und genau der war sehr wichtig. Das war eine Pumpe, die aus dem dahinterliegenden Oelreservoir mittels einem Haufen von Kupferroehrlein ungefaehr ein Dutzend Schmierpunkte an der Lenkung und Radaufhaengung versorgte. Koennen auch mehr gewesen sein, nach 60 Jahren hat man das nicht mehr so im Gedaechtnis:-) Im FHB wurde empfohlen diesen Knopf alle 100 Km 2 bis 3 Mal zu treten, bei widrigen Umstaenden in kuerzeren Abstaenden.
Und auch gab es diverse Schmiernippel obendrein, fuer eine Fettpresse.
Ja, das waren noch (Schmier)Zeiten:-) Festgerostet war nie und nimmer Nichts; was allerdings rastlos gerostet ist war die Blechkarrosserie. Dafuer war keine Schmierung vorgesehen, Schande.
Gruesse, Peter.

Benutzeravatar
Sachsenring
Beiträge: 1560
Registriert: So 3. Nov 2013, 21:26
Fahrzeuge: "Fahrzeuge" ist zu lang, es sind max. 100 Zeichen zulässig.
Wohnort: Rotenburg Wümme
Kontaktdaten:

Re: Hilfe beim Hauptständer

Beitrag von Sachsenring » Do 30. Nov 2017, 22:01

oh, herrlich!

und heute laufen normale Autos 100.000km ohne jegliche Reparaturen.


Früher gabs Plaketten, Uhren und Urkunden für 100.000km auf einer bestimmten Marke. (hab noch eine 100.000km Urkunde auf Steyr Fiat liegen samt Aufkleber :laugh2: )

Und das ganz ohne Schmiernippelfirlefanz.

Wie ätzend, wenn die Nippel dicht sind, dir die scheiß Schmatze um die Ohren fliegt... ich hasse es wie die Pest.

Ich hab noch ne Handvoll Motorräder mit Nippeln, die ich gut und gerne schmiere, weil ich es muss.


Man hat damals Schmiernippel verbaut, nicht, weil man das besonders gut fand, sondern weil sonst keine Haltbarkeit gewährleistet werden konnte.


Heutzutage halten die höchstbeanspruchten Fahrwerksteile an hochwertigen Fahrzeugen 300tkm und mehr.

Diese Leistung erreicht ein 50er Jahre Fahrzeug keineswegs.

LG
MM
Bild I´m on my Wave of life.

teddy
Beiträge: 2325
Registriert: Mo 26. Jul 2010, 16:36
Fahrzeuge: ANF 125
Wohnort: Wien-Umgebung

Re: Hilfe beim Hauptständer

Beitrag von teddy » Fr 1. Dez 2017, 19:54

Sachsenring hat geschrieben:
Do 30. Nov 2017, 22:01
Wie ätzend, wenn die Nippel dicht sind, dir die scheiß Schmatze um die Ohren fliegt... ich hasse es wie die Pest.
Die richtigen Schmiernippel aus meiner Zeit hatten eigentlich alle so eine Art scharnierende Zipfelmuetze. Diese 90 Grad drehen und schon war die Fett-Aufnahme mit der Abdicht-Kugel tadellos erreichbar und anstandslos fuellbar. Natuerlich das Endstueck der Presse richtig auf den Nippel setzen, viel Verdrehung vertrug der nicht, dann quatschte es halt in alle Richtungen:-) Eine Fettpresse mit flexibelem Pressrohr war ein MUSS.
Nach dem Schmieren die Zipfelmuetze wieder zurueckdrehen und schon bleibt der Nippel gut geschuetzt bis zur naechsten Schmierung.
Vorausgesetzt, natuerlich, dass ein einigermassen Qualitaetsfett verwendet wurde; irgendwas von 1 Euro fuer ein 10 Liter-Gebinde sagt ja bereits Schund aus.
Gruesse, Peter.

Benutzeravatar
thrifter
Beiträge: 1176
Registriert: So 29. Aug 2010, 14:16
Wohnort: Dortmund / Aurich

Re: Hilfe beim Hauptständer

Beitrag von thrifter » Fr 1. Dez 2017, 22:36

Sachsenring hat geschrieben:
Do 30. Nov 2017, 22:01
...Heutzutage halten die höchstbeanspruchten Fahrwerksteile an hochwertigen Fahrzeugen 300tkm und mehr...
Da hast Du zweifelsohne Recht; aber dafür bist Du im falschen Forum...

Isso

Reinhard

Benutzeravatar
Sachsenring
Beiträge: 1560
Registriert: So 3. Nov 2013, 21:26
Fahrzeuge: "Fahrzeuge" ist zu lang, es sind max. 100 Zeichen zulässig.
Wohnort: Rotenburg Wümme
Kontaktdaten:

Re: Hilfe beim Hauptständer

Beitrag von Sachsenring » Fr 1. Dez 2017, 23:16

du bist gemein, du hast mich Ossi genannt, Isso! :aetsch:

LG
MM :sonne:
Bild I´m on my Wave of life.

Antworten