Schnatterndes Motorengeräusch

Joge
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Re: Schnatterndes Motorengeräusch

Beitrag von Joge » Di 9. Mai 2017, 17:06

Der Samstag ist als Tagesgastbesuch geplant .

Karl Retter
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Re: Schnatterndes Motorengeräusch

Beitrag von Karl Retter » Di 9. Mai 2017, 17:50

Joge hat geschrieben:
Mo 8. Mai 2017, 23:57
Habe Heute einem Forumsmitglied seine reparierte Innova übergeben . Die Materialkosten für Kurbelwelle,Kolbenkit,Dichtsatz,Kugellager und Simmerringe beliefen sich auf 180€ . Dazu kamen noch 60€ für Zylinderbearbeitung und natürlich etwas für meine Arbeit . So ist wieder eine Innova vorm Schlachten bewahrt worden .
hallo Joge,
Ich nehme an die Inno hatte einen Pleuellagerschaden. hast du die KW zerlegt ? hatte der Zylinder Riefen ? wie viel km hat die Inno abgespult ?
Vielleicht kannst du uns ein wenig berichten.

Gruß Karl

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IGN
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Re: Schnatterndes Motorengeräusch

Beitrag von IGN » Di 9. Mai 2017, 18:05

Ja, machs nicht gar so spannend Joge :superfreu: :inno2:
ein Forum besteht auf Informationsaustausch,
nicht auf Deckelung eines Wissens...

Joge
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Re: Schnatterndes Motorengeräusch

Beitrag von Joge » Di 9. Mai 2017, 21:32

Ich schrieb es hier passender weise da es natürlich ein defektes Pleuellager war . Der Motor war schlagartig festgegangen wie bei meiner damals , da sich die zerbröselten Nadeln verkeilt haben .Die Laufleistung liegt bei 43000km und der Kolben hatte ordentlichen Verschleiss , ebenso die Lauffläche im Zylinder . Verbaut wurde komplett Kurbelwelle ( 67€+25€) und Kolben (ca 40€) mit 0,5mm Übermass vom Griechen .Bei dem Preis für die KW braucht man mit reparieren gar nicht anzufangen wenn man nicht alles selbst machen kann . Vielleicht schaffe ich es die KW bis zum Möhnetreffen zu zerlegen und mitzubringen . Die Standardkugellager des Getriebes habe ich für 10,15€ bei Kugellagerexpress erstanden .

Karl Retter
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Re: Schnatterndes Motorengeräusch

Beitrag von Karl Retter » Di 9. Mai 2017, 22:01

Danke Joge
wenn du die zerlegte KW mitbringen könntest wäre das prima. ich bringe das alte PL mit Lager und Bolzen mit, FR eine defekte KW - alles sehr interessant da wir hier offensichtlich die Schwachstelle der Inno in Händen halten!

Gruß Karl

Joge
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Re: Schnatterndes Motorengeräusch

Beitrag von Joge » Mi 10. Mai 2017, 22:32

Habe gerade die KW zerlegt , ohne Presse . Sie sieht genauso wie meine eigene damals aus , Bolzen ca 1mm eingelaufen und die Nadeln nur noch als Fragmente vorhanden .

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Re: Schnatterndes Motorengeräusch

Beitrag von Bulli » Do 25. Mai 2017, 16:48

....ich hatte ja auch die Teile in der Hand. Einen solchen Defekt kann man also erhören aber manchmal nicht wirklich am (noch eingebauten) Teil fühlen. Interessieren würde mich mal, wie lange man schraubeln muss um den Motor auszubauen, zu zerlegen, zu säubern und dann wieder ordnungsgemäß zusammen- und einzubauen, wenn man alle Teile bereitliegen hat.... nur so als Anhaltspunkt.
Kleine Anmerkung: 60,- für Zylinderschleifen und Honen finde ich übrigens ziemlich günstig..!! Ich muss da immer etwas mehr löhnen..... :oops:
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1 Zylinder rules.....im Auto dürfen es auch 3 oder 4 sein.....

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Re: Schnatterndes Motorengeräusch

Beitrag von Fritten-Robert » Do 25. Mai 2017, 19:41

Moin Bulli,

ich hab sicher 3 Tage gebraucht mit Unterbrechungen.

Zusätzliche Unterbrechungen gab es durch den Bau von Spezialwerkzeug und das überholen der Kurbelwelle.

Mit WHB und Forum im Nacken kann man es aber angehen. Ich behaupte mal HIER findest Du selbst Antworten auf Fragen, die hier noch keiner gestellt hat...

Erzähl: kommt das aktuell auf Dich zu?

LG
Rob
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Re: Schnatterndes Motorengeräusch

Beitrag von Karl Retter » Fr 26. Mai 2017, 18:33

Bulli hat geschrieben:
Do 25. Mai 2017, 16:48
....ich hatte ja auch die Teile in der Hand. Einen solchen Defekt kann man also erhören aber manchmal nicht wirklich am (noch eingebauten) Teil fühlen.
ja natürlich. nichts aber auch gar nichts hört sich so an wie ein Pleuellagerschaden.
Wir hatten am Möhne 2 verschiedene Schadensbilder. Pleuel Robert - eingelaufener Bolzen und defektes Nadellager. Pleuel Karl eingelaufenes Pleuelauge im Druckbereich und tadelloser Bolzen nebst Nadellager. Wie kommt das?
Meine Vermutung beim Pleuel Karl - Überhitzung des Motors in den Dolomiten - zeitweiser Abriss des Schmierfilms - weiche Lauffläche gibt nach in diesem Fall das Pleuelauge im Druckbereich - leises sich verstärkendes Schnattern. Durch Späne ruinierte Lager, Zylinder und Kolben.
Pleuel Robert - Ölversorgung des Pleuel unterbrochen - mehrere Gründe möglich - Ölsieb fast zu - Zentrifuge gefüllt - Zentrifugendeckel undicht.

Die Frage wie oft muss ich das Ölsieb und die Zentrifuge prüfen. Hierzu einige Meinungen - alle 12.000km alle 25.000km alle 40.000km, nie.
Was ist jetzt richtig? Aus Erfahrung mit meiner Inno würde ich sagen 12.000km - wenn alles sauber ist umso besser.
Das prüfen und reinigen dauert gemütlich 2 Stunden. Deckeldichtung und Zentrifugendichtung dünn mit Curil T einsetzen, Zentrifugenschrauben mit Loctite mittelfest sichern und mit viel Gefühl festschrauben. Deckel zuvor auf Verzug prüfen ggf. ausrichten und flächig mit 400er Schleifpapier abziehen.

Die Kurbelwelle von Marsmännchen Dieter konnte man nicht zu 100% beurteilen - meine Meinung dazu - zerlegen und anschauen.
Ob ein Motor bei 40.000 km die Grätsche macht kann man nicht sagen. Warum so viele Motoren bei 40.000km kaputt gingen liegt meiner Meinung nach an der fehlenden Erfahrung mit eben diesem Aggregat. Mittlerweile kennen wir die Motoren besser und wissen worauf es ankommt.
Auf die Gefahr hin wieder anzuecken - gutes Motoröl, Ölthermometer und Magnetablassschraube helfen die Laufleistung zu verlängern.

Gruß
Karl

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Re: Schnatterndes Motorengeräusch

Beitrag von teddy » Sa 27. Mai 2017, 20:02

Karl Retter hat geschrieben:
Fr 26. Mai 2017, 18:33
Was ist jetzt richtig? Aus Erfahrung mit meiner Inno würde ich sagen 12.000km - wenn alles sauber ist umso besser.
Das prüfen und reinigen dauert gemütlich 2 Stunden. Deckeldichtung und Zentrifugendichtung dünn mit Curil T einsetzen, Zentrifugenschrauben mit Loctite mittelfest sichern und mit viel Gefühl festschrauben. Deckel zuvor auf Verzug prüfen ggf. ausrichten und flächig mit 400er Schleifpapier abziehen.
Deine Bemerkungen in allen Ehren, aber wie ueberstanden und ueberstehen unsere Millionen verkaufte CUB's in den asiatischen Laendern "ihre" Lebensdauer ohne solche Apotheker-Massnahmen?
Gruesse, Peter.

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