Elektroroller Vectrix VX-1

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Heavendenied
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Elektroroller Vectrix VX-1

Beitrag von Heavendenied » Di 3. Mai 2016, 13:22

Ich habe ja im Thread "Alternative Elektromobilität" schon mehrfach von meinem Elektroroller Vectrix VX-1 berichtet. Da der Thread aber doch immer umfangreicher und unübersichtlicher wird möchte ich meine konkreten Informationen und Erfahrungen zu dem Vectrix zukünftig hier unter bringen.
Die bisherigen Beiträge sind hier(eben leider verteilt im Thread:
viewtopic.php?f=79&t=3643&hilit=vectrix ... 160#p73020

Daher hier auch mal ne "kurze" Zusammenfassung:

Nachdem ich vorher schon über 2 Jahre elektrisch unterwegs war (erst mit einem Renault Twizy und dann mit einem C-Zero, den wir auch nach wie vor haben) wollte ich auch immer schon ein elektrisches Zweirad. Für mich kam allerdings ein "50er" Roller nicht in Frage, weil ich häufig Landstrasse fahren muss und auch ab und zu mal über die Autobahn. Den Vectrix hatte ich schon häufiger auf Messen gesehen, aber er war mir zum einen viel zu teuer (lag Anfangs bei 8000€, später sogar bei weit über 10.000€ mit Li Akkus). Außerdem war er mir eigentlich auch viel zu groß und schwer, vor allem natürlich im Vergleich zur Innova. Die Alternativen China Roller die Landstraßentauglich sind kosteten neu auch weit über 5000€ und hatten auch oft nur Blei Akkus drin, die eben doch sehr schnell am Ende ihrer Lebenszeit sind, wenn sie in so einem Roller ordentlich gefordert werden.

Nun ergab sich Ende Januar 2015 die Gelegenheit einen Vectrix VX-1 Li+ mit EZ 8/2012 und gerade mal 5.500km für 2000€ zu bekommen. Der Verkäufer sagt mir schon, dass er nur so günstig angeboten wird, weil wohl ein paar Zellen (der hat 40 einzelne Lithium Zellen) nen Schlag haben, und dadurch die Akkuanzeige nicht wirklich zuverlässig ist. Da Vectrix selbst insolvent ist gibt es keinen Service und keine Ersatzteile mehr(bzw gab es zu dem Zeitpunkt). Ich dachte aber noch, dass ich diese paar Zellen einfach gegen andere austauschen könnte.

Ich habe den Vectrix also in München abgeholt und dann auch gleich die ersten Fahrten damit gemacht. Das Ding macht echt Spaß! Leider habe ich mich dann von den von den Aufzeichnungen des Verkäufers (er hatte in München immer zwischen 80 und 100k mit einer Ladung geschafft) dazu verleiten lassen gleich mal ne Runde nach Mannheim zu fahren (hin und zurück ca 60km). Da es aber entsprechend kalt war und einzelne Zellen wie gesagt nen Schlag haben kam 2km vor meinem Haus die Meldung, dass der Akku leer ist, obwohl er eben noch 5 von 17 Strichen angezeigt hatte... Ich fuhr trotzdem noch den Berg rauf, was im Nachhinein betrachtet keine gute Idee war. An der letzten Steigung bleib er dann stehen und ich musste bei den Nachbarn zwischenladen.

Nun musste ich mich also doch mit dem Akkuproblem beschäftigen. Ich fand heraus, dass die Qualität der von Vectrix verbauten Lithium Zellen sehr schlecht war. Der Innenwiderstand der einzelnen Zellen ist teilweise sehr unterschiedlich und entsprechend schwankt die entnehmbare Kapazität extrem. In meinem Fall haben die guten Zellen wohl tatsächlich ihr knapp 40Ah, die schwachen aber nur knapp über 30Ah. Dazu kommt das Problem, dass die Zellen bei Entladung und Ladung dann stark "driften" und entsprechend balancieren müssen. Das macht das BMS des Vectrix eigentlich alleine, aber dieses hat leider nur Balancer mit 300mA verbaut und das System balanciert auch maximal 12 Stunden. Es kann also maximal ein Unterschied von ca 3,6Ah ausgeglichen werden. Der Vectrix zeigt nach Ladeende auch einen "Fehlercode" an, der einem zeigt ob die Ladung erfolgreich war oder eben nicht. Im Zweifel kann man dann eben einfach den Ladevorgang nochmal neu starten. Aber das muss man natürlich auch wissen...
Ich habe mir dann zusätzlich auch einen CAN-Bus Adapter gekauft, mit dem man die Original Vectrix Diagnosesoftware benutzen kann. Damit kann man alles mögliche auslesen wie z.B. alle einzelnen Zellspannungen, die geladenen und entladenen Ah etc. Zusätzlich kann man auch Firmwareupdates einspielen.
So konnte ich gut erkennen, dass eben wirklich nur einzelne Zellen "einen Schlag" haben. Leider musste ich dann aber feststellen, dass ich eben keine passenden Ersatzzellen bekommen kann. Es gibt zwar seit Februar 2015 wieder einen Ersatzteilvertrieb von ein paar ehemaligen Vectrix Mitarbeitern, aber die verkaufen hauptsächlich die normalen Ersatzteile oder komplette Akku-Packs (dann aber zu entsprechenden Preisen...).

Ich habe mich dann entschieden einfach erstmal so weiter zu fahren. Wenn man den Akku nicht ganz leer fährt werden die Zellen in aller Regel bei der Ladung über Nacht wieder sauber balanciert und da ich in aller Regel nur zwischen 20 und 30km am Tag fahre reicht mir die Reichweite ja vollkommen aus. Ich fahre in der Regel sogar 2 oder 3 Tage bevor ich wieder lade. Im Sommer habe ich so locker 70km Reichweite, im Winter eher 50km.

Nach einigen Monaten in denen ich wirklich Spaß mit dem Vectrix hatte ist mir Ende Mai 2015 der Motorcontroller "geplatzt". Es gibt da ein paar Sicherungen, die durchgebrannt sind und für die man leider keinen Ersatz bekommt. Der neue Controller vom Vectrix Support kostete 600€ und wurde ohne Firmware geliefert. Nach viel hin und her habe ich den dann zurück geschickt und wiederum einige Wochen später erst wieder bekommen. Mittlerweile soll die Organisation dort deutlich besser klappen, aber in meinem Fall führte das dazu, dass ich von Ende Mai bis Ende August gar nicht mit dem Vectrix fahren konnte.
Nach der langen Standzeit waren die Zellen dann so weit gedriftet, dass ich bei unter 40km Reichweite liegen geblieben bin. Dank Lademöglichkeit in der Nähe konnte ich dennoch Abends wieder heim fahren. Nach über Tagen Ausgleichsladungen waren die Zellen dann wieder beieinander und die Reichweite wieder wie im Mai (also um 70km).
Seitdem bin ich jetzt problemlos mit dem Vectrix unterwegs. Im Herbst habe ich dann mal noch einen Satz neue Reifen montieren lassen, weil die alten schon etwas ausgehärtet waren (waren glaube ich aus 2011) und auch vom Profil her nicht so wirklich für Nässe geeignet waren.

Ich habe jetzt oben hauptsächlich von den Problemen geschrieben, weil die mir natürlich den Spaß am Vectrix immer wieder etwas verdorben haben. Man muss leider sagen, dass man ohne eigene Kenntnisse/Fertigkeiten mit dem Vectrix Probleme bekommen kann, wenn denn mal was dran ist, weil es eben leider keine Servicepartner mehr gibt. Der Vectrix Support aus Polen ist mittlerweile wohl wirklich gut und bekommt dort zu fairen Konditionen Ersatzteile, aber man muss eben selbst rausfinden was kaputt ist und das austauschen können. Es gibt wohl noch ein paar wenige Werkstätten, die sich mit Vectrix auskennen, aber das kostet natürlich auch.

Mittlerweile bin ich nun gut 4500 km mit dem Vectrix gefahren und er macht mir richtig Spaß. Die Reichweite ist für mich ausreichend, die Leistung ist toll, der Wetterschutz ist gut, das große Staufach unterm Sitz und das Topcase schlucken auch mal nen größeren Einkauf oder die Sportsachen.
Für mich ist der Vectrix ein tolles Fahrzeug für den Weg zur Arbeit und andere tägliche Strecken. Abends an die Steckdose und gut ist...
Die Innova ist natürlich deutlich wendiger, aber das ist bei meinen täglichen Strecken weniger notwendig. Wenn man jeden Tag in der Stadt durch die Autokolonnen durch muss ist das sicher was anderes.
Ich habe die Entscheidung für den Vectrix in der Zeit des defekten Motorcontroller einige Male in Frage gestellt, aber als ich das erste Mal danach wieder damit gefahren bin waren diese Zweifel sofort verflogen.


So, und nun war ich letzte Woche nochmal "einkaufen". Bei eBay Kleinanzeigen gab es einen Li+ (also genau das Modell was ich habe) für 1500€. Laut Beschreibung lädt er zwar, aber sobald man fahren will zeigt er einen leeren Akku an. Mir war ziemlich klar, dass da wohl einige Zellen tiefentladen sind. Nach einem Telefonat haben wir uns auf 1250€ geeinigt. Zufällig hatte jemand aus Kelsterbach auch einen Vectrix (der Verkäufer hatte mehrere aus einer Insolvenz aufgekauft) dort gekauft und ich habe dann zwei Stück in Lüdinghausen abgeholt. Damit konnte ich auch meine Fahrtkosten etwas reduzieren bzw eben teilen.
Der "neue" hat zwar einen Sturzschaden, ist aber nach erster Diagnose bis auf 5 tiefentladene Zellen technisch vollkommen intakt. Ich will jetzt versuchen ein paar gute Zellen aus diesem Vectrix in meinen Vectrix einbauen und somit die schwachen Zellen in meinem Vectrix ersetzen. Somit sollte ich mit diesem wieder die volle Reichweite bekommen und vor allem die langen Ausgleichsladungen (die ja auch Strom kosten) würden entfallen.
Ob ich den Neuen dann nur als Teilespender nutzt oder doch irgendwie wieder gangbar machen will muss ich mir noch überlegen. Da er bis auf die Zellen technisch einwandfrei ist wäre er mir eigentlich zu Schade als reines Schlachtfahrzeug, aber mal schauen...

Also so richtig kurz war das nun nicht, aber wer Lust hat kann das ja mal lesen und hat dann einen Überblick über meine Erfahrungen mit dem Vectrix und ich werde eben in Zukunft dann hier weiter berichten.

Natürlich möchte ich auch meine Hilfe anbieten, sollte sich irgendjemand auch für einen Vectrix interessieren und dazu irgendwelche Fragen haben oder eben Hilfe bei Problemen hat!
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Vectrix Nummer 2 (Zusammen mit dem den ich im Auftrag mitgenommen habe)
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Vectrix Nummer 1 (Der den ich seit Februar 2015 fahre)
Gruß,
Jürgen
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Re: Elektroroller Vectrix VX-1

Beitrag von seaman100 » Di 3. Mai 2016, 14:01

Klasse Jürgen,

gut beschrieben, habe ich als Laie auch begriffen. Was verbraucht der so ein E-Roller (ich schriebe jetzt nicht "normal"), bei der Inno weiß ich ja, 2 Liter auf 100 km.

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Habe die Ignorierliste gefunden....

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Re: Elektroroller Vectrix VX-1

Beitrag von ts1 » Di 3. Mai 2016, 15:28

Dir Danke für den Bericht.
Erinnert mich an alte Zeiten mit CityEl und Helio usw. (Und das ist kein Lob für die Branche.)

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Re: Elektroroller Vectrix VX-1

Beitrag von Innova-raser » Di 3. Mai 2016, 15:48

Den CityEl kenne ich auch noch. Der war kompett daneben. Eine absolute Katastrophe. Vor x-Jahren als er auf dem Markt kam habe ich den mal probegefahren. Nebst einen Twike.

Der CityEL hätte ich nie gekauft! Komplett überteuert! Gut, man muss auch die Preise für die Komponenten von damals sehen. Das Twike war nochmals ein ganzes Stück teuer. Aber das Twike war grundsolide und man kann es auch heute noch ab und an auf der Strasse sehen.

Aber so ein Vectrix für 1250.- ist ja schon eine coole Sache. Unter anderen Umständen hätte mich sowas echt interessiert. Denn 70 KM Reichweite hätten mir grundsätzlich genügt.
Wenn Sie gewusst hätten dass es ummöglich ist, dann hätten sie es nicht getan.
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Re: Elektroroller Vectrix VX-1

Beitrag von Heavendenied » Di 3. Mai 2016, 15:56

Also man muss auf jeden Fall berücksichtigen, dass ich selbst ja beide Vectrix als defekt gekauft habe. Es gibt durchaus ganz andere Beispiele.
Zum Beispiel hat ein User aus dem Vectrix Forum hat zum Beispiel mit einem Li+ gute 60.000km (wohl täglich um die 60km) zurück gelegt ohne nennenswerte Probleme. Erst jetzt, wo er nicht mehr regelmäßig gefahren ist hat er auch Probleme mit den Akkus bekommen.
Auch liefen wohl die NiMH Versionen oft ganz gut, da war die Qualität der Akkus wohl noch deutlich besser.
Die Akkus der Lithium Version wurden von GP geliefert, die wiederum Vectrix zuvor aufgekauft hatten. GP ist ein großer chinesischer Hersteller von Akkus und Batterien, hatte aber zuvor wohl nur kleinere Zellen und hauptsächlich NiMH Akkus gebaut. Mit der Produktion von Lithium Zellen waren die wohl einfach überfordert und die Zellen wurden oft während der Produktion verunreinigt.

Ich sehe die Zellen als einziges echtes Problem bei diesem Roller. Wenn man da wirklich gute Zellen einbaut (die Amis bauen oft auch Zellen aus dem Nissan Leaf um) dann ist das Ding wirklich spitze.

Warum es ab und zu zu diesen defekten Motorcontrollern kommt weiß keiner so richtig. Eine Vermutung ist, dass durch die defekten Zellen die Spannung kurzfristig zusammen bricht und dadurch die Ströme zu hoch werden, dadurch dann wiederum die Sicherungen durchbrennen. Das Problem sollte also mit intakten Zellen nicht auftreten.
Ich habe an meinem Vectrix zusätzlich den maximalen Strom begrenzt, so dass er jetzt zwar nur noch ca. 21 statt 27 PS Spitzenleistung hat, aber dafür eben die Akkus deutlich geschont werden und evtl auch das Problem mit dem Motorcontroller verhindert wird. Diese Einstellungen waren auch zuletzt die Empfehlung von Vectrix selbst und wurden beim Service Termin vorgenommen, der aber bei vielen aufgrund der Insolvenz nicht mehr gemacht wurde.

Man muss natürlich auch bedenken, dass der Vectrix vom Entwicklungsstand her schon sehr alt ist. Er kam zwar erst 2007 auf den Markt (was ja auch immerhin schon bald 10 Jahre sind), wurde aber bereits ab ca 2000 entwickelt. Entsprechend alt sind die teilweise verwendeten Komponenten. Ich denke bei aktuellen Entwicklungen ist das schon wieder was ganz anderes. Zusätzlich ist der Vectrix extrem komplex aufgebaut. Sämtliche Systeme sind über CAN-Bus vernetzt. Dadurch ist es den Entwicklern möglich sehr viele Anpassungen im Nachhinein zu machen, aber auch die möglichen Fehlerquellen werden dadurch immer mehr (kennt man ja von modernen Autos).

Ich persönlich hätte niemals einen Vectrix zu den damaligen Neupreisen gekauft, finde aber, dass die derzeitigen Gebrauchtpreise teilweise sehr vernünftig sind. Wenn ich schaue, dass ich für meinen ersten Vectrix 2000€ bezahlt habe und er mit den Einschränkungen der Reichweite ja voll funktionsfähig ist, da hätte ich keinen Benziner in der Leistungsklasse bekommen. Für nen 6 Jahre alten 250er Roller hatte ich damals mehr bezahlt...
Gruß,
Jürgen
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Re: Elektroroller Vectrix VX-1

Beitrag von Marsmännchen » Di 3. Mai 2016, 16:12

http://www.galileo.tv/tech-trends/forsc ... ger-haelt/
Eine solche Batterie wäre ein Durchbruch.
Um bis zu 400 mal längere Lebensdauer, unglaublich!
Die Erfindung kommt dann in die Schublade wo die Pläne vom verschleißfreien Reifen,
dem bezahlbaren 1 Liter Auto, dem ..... usw. verstaubt.
Zuletzt geändert von Marsmännchen am Di 3. Mai 2016, 20:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Elektroroller Vectrix VX-1

Beitrag von ts1 » Di 3. Mai 2016, 19:37

Natürlich. Die Militärs aller Länder, aber auch die (Staats-)Unternehmen in China, Indien usw. achten striktestens auf Patent- und Copyright-Rechte. Niemals nie nicht würden die darauf verzichten, jährlich zig Milliarden in (westliche) Ölkonzerne zu pumpen. Lieber die eigene Kohle verfeuern.

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Re: Elektroroller Vectrix VX-1

Beitrag von Marsmännchen » Di 3. Mai 2016, 20:21

Bei 200 000 Ladezyklen würde ein Vectrix theoretisch 15 000 000 km schaffen.
Würde da der Elektromotor mitspielen?

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Re: Elektroroller Vectrix VX-1

Beitrag von Floete » Sa 4. Feb 2017, 23:58

Auf keinen Fall ein normaler Otto Motor schafft vielleicht 300.000km 15 000 000 km sind viel zu unrealistisch, da ja trotzdem ein Verschleiß da ist.
Die neuste Innovation in Sachen Elektromobilität der Balance Scooter http://self-balancing-scooter.net

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Re: Elektroroller Vectrix VX-1

Beitrag von Heavendenied » Di 7. Feb 2017, 10:15

Leider mal wieder was negatives von meinem Vectrix....
Nachdem ich letzten Spätsommer den silbernen Vectrix ohne Akku verkauft habe bin ich immer mit dem "neuen" weißen Vectrix gefahren und er lief auch einwandfrei mit den mittlerweile recht gut zusammen gesuchten Zellen. Bin damit bis auf wenige Tage den bisherigen Winter durch gefahren. Reichweite lag immer noch bei gut 60km, wobei ich das nie ausnutze, sondern in aller Regel jeden zweiten Tag (also nach ca. 40km) lade.
Letzten Freitag bin ich ganz normal zur Arbeit und zurück. Am Samstag habe ich ihm ne Wäsche gegönnt und gestern früh dann wieder zur Arbeit. Alles noch normal. Gestern nachmittag direkt nach dem losfahren dann plötzlich ne Meldung die Batterie sei leer... Eine Zelle mit Spannung nur noch 2,48V. Zum Glück steht hier noch ne Lademöglichkeit und ich habe den Roller gleich angeschlossen und habe mich abholen lassen. Heute früh war der Roller angeblich voll, aber eine Zelle mit nur 3,2V. Nochmal kurz angesteckt und er behauptet er sei voll. Kurz losgefahren und wieder die Meldung eine Zelle sei leer.
Also werde ich den Roller heute Nachmittag per Hänger nach Hause bringen müssen und dann mal schauen was er hat. Mit etwas Glück ist es nur die Zelle, dann tausche ich die aus und gut ist. Mit etwas Pech ist es das BMS. Da habe ich leider keine Reserve mehr.
Ob es nun was mit der Wäsche am Samstag zu tun hat weiß ich nicht. Gestern früh lief er ja noch einwandfrei. Kann also ein blöder Zufall sein. War ja auch nicht das erste Mal, dass ich den gewaschen habe. Aber der Teufel ist ein Eichhörnchen...

Wirklich schade, dass dieser eigentlich tolle Roller durch teils minderwertige bzw. nicht ausgereifte Komponenten und die teils echt miese Fertigungsqualität in Polen solche Probleme macht.
Aber wenn er fährt macht der einfach Spaß ;-)
Gruß,
Jürgen
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