Reifenwahl und Luftdruck

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Done #30
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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von Done #30 » So 25. Jun 2017, 15:37

Gib einem Menschen Macht, dann erkennst du seinen Charakter. Besonders gegenüber Menschen, von denen er sich keinen Vorteil erhofften kann oder die sich aus irgendwelchen Gründen nicht wehren können.


Kurioser Vorfall in meiner VW-Werkstatt: Ich hatte vor Jahren mal einen Wildschaden am Touran mit H4-Licht. Weil gard verfügbar wurde vorn der Stoßfänger getauscht. Leider nicht exakt gleich, passte aber. Sollte sich rächen:
Beim nächsten Werkstatttermin mit TÜV verlangte der inzwischen neu eingestellte Meister nach einem Kurzcheck (immerhin!) einen Reparaturauftrag für die nicht funktionierende Scheinwerferreinigungsanlage. Da sei eine Aussparung im Stoßfänger, also sei ne Waschanlage drin, der Scheinwerfer sei nicht nass, also funktioniert sie nicht, müsse aber. Erst als ich genauso vehement auf einen verbindlichen Kostenvoranschlag und der Zusage, danach eine funktionierende Waschanlage und Xenonlicht drin zu haben bestand, rückte er von seinem erpresserischen Vorhaben ab. Den TÜV hats übrigens nicht interessiert.
Kommentar der Firmenchefs, mit dem ich seit frühester Jugend in der Nachbarschaft sehr gut auskomme und dem ich die Sasche gesteckt hatte : "Ja, der Kerl kommt von einer Vertragswerkstatt, da müssen die ihr Geld mit solchen Methoden verdienen." Hat sich danach aber deutlich gebessert.
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Bulli
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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von Bulli » Do 29. Jun 2017, 14:03

Bzgl. TÜV-Prüfer....mit solch einem mit Verlaub Ar...loch würde ich nichtmal 15 Minuten diskutieren, sondern ihm stumpf, kurz und knapp den Prüfauftrag entziehen. Keine Ahnung, wie das in Österreich ist. In D ist der TÜV ein Dienstleister, wie Dekra, GTÜ usw. usw. Dort kann ich eine Untersuchung meines Fahrzeugs in Auftrag geben. Aaaaaber ich gebe ihm nienicht den Auftrag rumzunörgeln, durch Planlosigkeit zu glänzen oder mein Fahrzeug zu zerstören o.ä. Durch seine unfachliche Kenntnis über dieses Fahrzeug hat sich leider DIESER Mensch als absolut NICHT fachkompetent gezeigt. Also: Untersuchungsauftrag abbrechen/entziehen und freundlich die Papiere zurückverlangen und mit belustigter Miene zur nächsten Stelle fahren. Bei Gegenwehr gaaanz kurz mit dem Leiter Stelle sprechen und darauf hinweisen, dass DIESE Papiere nebst Fahrzeug Eigentum des Fahrers sind....., er möchte doch sicherlich keine Anzeige wegen Diebstahls o.ä. riskieren..??!! Habe ich bereits 1x mit Erfolg genau SO durchgezogen. Der komische Mensch arbeitete dann auch nicht mehr sooo lange dort, hmmm..., komisch eigentlich..!! :mrgreen: ein kleiner Hinweis auf den eigenen Beruf als Maschinenbau-Ingenieur in der Automobilindustrie hilft auch noch ein Wenig. (Ob das dann wirklich stimmt, tja.....) Nett ist ja immer der olle Spruch des TÜV-Manns "Wenn ICH sage, das ist ein Mangel...blablabla". Antwort: "Wenn ICH sage, der Auftrag ist SOFORT beendet....."
1 Zylinder rules.....im Auto dürfen es auch 3 oder 4 sein.....

teddy
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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von teddy » Do 29. Jun 2017, 19:47

Bulli hat geschrieben:
Do 29. Jun 2017, 14:03
Bzgl. TÜV-Prüfer.... Keine Ahnung, wie das in Österreich ist. In D ist der TÜV ein Dienstleister, wie Dekra, GTÜ usw. usw.
Keine Ahnung, was da genau im Gesetz steht. Aber etwas lockerer ist es schon in der Praxis. Jede etwas groessere Werkstatt darf und kann eine TUeV-Pruefung vornehmen und die bezuegliche Plakette (das Pickerl) ausgeben. Irgendein Mitarbeiter dort legt halt ein(ige) staatliche Pruefung(en) ab - ob er auch beeidigt wird als Pruefer weiss ich nicht - und der beaufsichtigt halt die Pruefung. Die echte Arbeit machen die anderen Angestellten und er schaut nur nach, wo Hakerln und Zahlen auf dem Formular stehen und eventuelle Bemerkungen (okay, leicht, mittel, schwer) eingetragen werden muessten, wenn der Mechaniker ihm etwas zeigt. Und wenn man die Pruefung dann in seiner Stamm-Werkstatt machen laesst, ja da rutscht gern das mittel ins leicht ab. "Beim naechsten Service mach ma das".
Obendrein, kombiniert man das Pickerl mit einem normalen Service-Auftrag, zahlt man nur einen Bruchteil des eigentlichen Tarifs, die meiste Pruef-Arbeit ist ja eh schon beim Service berechnet worden. Ausserdem werden schwere Maengel sowieso beim Service behoben.
Gruesse, Peter.

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HydroRP
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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von HydroRP » Fr 30. Jun 2017, 03:09

Zum Thema "Pickerl" in Österreich_

Wir haben keinen TÜV, DEKRA, usw.....

Unser jährliches Pickerl kann man in einer normalen Werkstatt absolvierien, die sich für die §57a Überprüfung sich hat "akkreditieren" lassen.
Daher auch solche Anweisungen: Service incl. Pickerl

In meinem Fall: Mit der Inno bin ich als ungewöhnliches Krad bei meiner( natürlich frei wählbaren) Pickerl-Werkstatt schon bekannt. Heuer Juni 2017 mit 1.8mm Profil hinten und gerade mal 170°C Siedetemp. war der Spruch: Nächstes Jahr beides neu!! Prüfbericht ohne/bzw. mit leichten Mängeln!. Bis nächstes Jahr.

Und im Juni 2018 bin ich wieder bei meiner Werkstatt und werde auf einen neuen Hinterschlappen zeigen und sicherlich die Bremsflüssigkeit gewechselt haben. Und das alte Prüfzertifikat bringe ich auch gleich mit um die Verbesserungen zu belegen.

Jetzt Juni 2017 hab ich das Pickerl wieder für ein Jahr. Nächste Überprüfung -1Monat bis +4Monate in einem Jahr. d.h. Mai -Oktober 2018 Intervall das Pickerl neu zu machen. Jedoch diese Zeittoleranz gilt nur in Ö. Also Auslandsausflüge ab Juli18 nur mit neuem Pickerl.

Habe jetzt keine Ahnung wieviel eine TÜV-Inspektion in D kostet? Die Kosten in Ö sind überschaubar, jedoch jährlich:
https://media.arbeiterkammer.at/ooe/kon ... kosten.pdf

Grob gesagt (ich fahre zu einer 20€ Werkstatt), meine Kosten sind eher die verbrauchte kostbare Zeit. (Am Land deutlich billiger als in Wien)


Bei Neu-PKWs ist das Pickerl-Intervall mittlerweile 3 - 2 -1 - 1 -1 - 1 Jahre usw.

Bei Krads leider 1-1-1-1

Historische Fahrzeuge 2-2-2-2 (wenn als Oldtimer typisiert)


Tja, in Ö läuft der "TÜV" anders......
https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd ... 60500.html

Als Kat-loses (euro2Vergaser) Vehikel bekomme ich ein grünes Pickerl; saubere Fahrzeuge kriegen ein weißes.
https://image.pixelio.de/000/658/622/pl ... ixelio.jpg


Grüsse HydroRP
Der kluge Mensch, so glaube mir, der braut und trinkt sein eigenes Bier

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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von Innova-raser » Fr 30. Jun 2017, 04:08

Auch wenns komplett am Threadthema vorbei geht, interessant ist es ja wie die technische Ueberprüfung in den verschiednen Ländern abläuft.

In der CH ist wird die technische Prüfung vom einer staatlichen Stelle erledigt. Bis vor einigen Jahren waren nur sie berechtigt technische Prüfungen durchzuführen. Mittlerweile darf der grösste Automobilclub des Landes, in ganz wenigen und ausgesuchten Werkstätten, die Prüfung auch durchführen. Aber dieses Angebot wird kaum genutzt.

Man wird, mit einer Einladung mit Datum und Zeit, daran erinnert wenn wieder eine Prüfung fällig ist. Dieser Einladung kann dann folge geleistet werden oder man verschiebt es auf ein besser passendes Datum.

Offiziell sind die Intervalle für leichte Personnenwagen und Motorräder für den privaten Verkehr sind: 5-3-2-2-2... Geprüfte und als solche zugelassene Oldtimer alle 5 Jahre. Auf ein einziges Nummernschild können, wenn ich mich richtig erinnere, bis zu 7 Oldtimer zugelassen werden. Normalerweise können nur 2 Fahrzeuge auf ein gemeinsames Schild zugelassen werden.

Eine Prüfung im Kanton Zürich (Tarife sind der Hoheit der Kantone untergeordnet und können somit von Kanton zu Kanton variieren) kostet CH 28.- pro Takt. Eine Prüfung besteht aus 2 Takten, also kostet sie CHF 56.- Sollte etwas nicht in Ordnung gewesen sein so muss innerhalb von 10 Tagen der/die Mängel behoben werden und das Fahrzeug nur Nachkontrolle vorgeführt werden. Kosten dafür pauschal CH 40.-

Anders hier auf den PH. Da gibt es absolut keine Prüfung. Einmal gekauft fahren die Fahrzeuge hier auf der Strasse bis zum bitteren Ende und dann noch einmals solange. Kein Mensch kümmert sich um die Ausrüstung. Nicht mal das offensichtlichste wie Beleuchtung wird kontrolliert. Nicht wenige hier in der Provinz fahren KOMPLETT OHNE LICHT (!!!!) durch die Nacht!!! Auch kann man ab und an Moppeds OHNE vordere Bremse sehen. Es fehlt schlichtweg die Bremszange!

Ich entschuldige mich beim Threadstarter für das abweichen, aber das Thema ist interessant und wäre gut in einem eigenen Thread wie: Die technische Kontrolle in anderen Lädern.
Wenn Sie gewusst hätten dass es ummöglich ist, dann hätten sie es nicht getan.
Bild
Cub driving? Its more fun in the Philippines

http://www.thinkinghumanity.com

“Think for yourself and let others enjoy the privilege of doing so too.” - Voltaire

teddy
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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von teddy » Fr 30. Jun 2017, 20:07

HydroRP hat geschrieben:
Fr 30. Jun 2017, 03:09
Bei Neu-PKWs ist das Pickerl-Intervall mittlerweile 3 - 2 -1 - 1 -1 - 1 Jahre usw.
Bei Krads leider 1-1-1-1
Irgendwie muss ja die entgangene jaehrliche Motorbezogene-Versicherungssteuer bei unseren Zweiradeln teilweise wieder zurueckgeholt werden. War mein erster Gedanke, als ich mit dem 1-1-1- Zyklus Bekanntschaft machte. Glaube aber inzwischen, dass dieser Gedanke nicht ganz korrekt ist.
Eher hat die Lobby der Werkstaetten sich seinerzeit hierbei durchgesetzt, weil sie beim Erstverkauf nur eine kleine Handvoll Euros als Gewinnmarge einstreichen kann. Kleine Handvoll nicht Prozente, bitte! Und danach muss der Betrieb doch weiterhin bestehen, also muessen zusaetzliche Einnahmequellen her. Ersatzteilpreise und Stundenlohn koennen ja nicht uferlos hinaufgeschraubt werden, es muessen andere Einkommensquellen erschlossen werden. Jedes Jahr das Pickerl, herzlichst willkommen.
JEDOCH, verkehrstechisch ist so eine frequente Kontrolle absolut auch gerechtfertigt! Das Auto wird tagein tagaus bewegt und bekommt regelmaessig seinen qualifizierten Service. Das Krad aber, sehr sehr ueberspitzt, kriegt nach dem Winterstillstand ein paar Tropfen Oel auf die Kette, die Reifen werden aufgepumpt und los gehts mit Karacho auf die Strasse, Auch nicht erstrebenswert, finde ich.
Gruesse, Peter.

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