Kurbelgehäusedeckel -Werkzeug - Möhnesee

Karl Retter
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Re: Kurbelgehäusedeckel -Werkzeug - Möhnesee

Beitrag von Karl Retter » Di 12. Mär 2019, 11:53

CB50_1980 hat geschrieben:
Mo 11. Mär 2019, 23:05
Inbus von der MSX ist seit Jahren auch meine Lösung.
Ecco schreibt
Warum nur Teile nehmen und nicht die Ganze fahren. Ich würde die MSX nicht mehr gegen eine Inno hergeben.
[/quote]
komisch bei mir ist es gerade umgekehrt

Gruß Karl :aetsch1:

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Re: Kurbelgehäusedeckel -Werkzeug - Möhnesee

Beitrag von Brämerli » Di 12. Mär 2019, 13:02

Ist einfach toll hier...
Ich glaub tatsächlich, ich brauch den Deckel nicht mehr runter zu nehmen, geht ja auch so. Und wenn, dann hab ich hier nun genügend Tipps. Das Thema könnte eigentlich wohin verschoben werden wo es passt, Inno-Technik?

Und ja, ich hatte beim ersten Ventilspiel-Einstellen die Kerze drin. :stirn: Auch wenn es weh tut gebe ich das zu, denn so wird klar wie wichtig die Rückmeldungen hier sind. Man kann sich entwickeln.

Sagte ich schon, ich habe gestern den Zylinderkopf an meinem SH125i gelöst, da soll ein neuer Zylinder und Kolben rein. :laugh2: Aber das gehört nicht hierhin.

:sonne:
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Re: Kurbelgehäusedeckel -Werkzeug - Möhnesee

Beitrag von DonS » Di 12. Mär 2019, 16:18

So einfach habe ich es mir nicht gemacht und den per Rad oder Kickstarterdrehen gefundenen OT mit dem OT welcher anhand der Markierungen an der Kurbelwelle ermittelt wurde, verglichen. Probehalber!

Ja, die Hebel an den Ventilen werden mit beiden Methoden beweglich, aber die Kurbelwellenpositionen stimmen absolut nicht überein.
Wer ist jetzt der Trottel? Der wer den Deckel aufmacht oder der, der ihn zulässt?

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CB50_1980
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Re: Kurbelgehäusedeckel -Werkzeug - Möhnesee

Beitrag von CB50_1980 » Di 12. Mär 2019, 18:29

@DonS: Keiner hat hier Trottel gesagt :prost2:

Hast Du in beiden Positionen der KW das Spiel gemessen? War es unterschiedlich? Weil: die Toleranz um die Markierung ist erheblich. Geöffnet und damit korrekt einstellbar ist das Ventil bereits deutlich vor und noch deutlich nach der Kerbung...

Gruß, Martin
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Re: Kurbelgehäusedeckel -Werkzeug - Möhnesee

Beitrag von DonS » Di 12. Mär 2019, 18:58

Das Spiel war nach meiner Messung in beiden Fällen praktisch gleich. Wenn da überhaupt Unterschiede waren, dann nur minimale Messtoleranzen.
Die Totpunktmarkierungen der KW waren bei der Rad/Kickerdrehmethode nicht einmal in der Nähe des Guckloches.
Der Kolben der nahe den Markierungen immer an der Kippe zum Drüberrutschen ist, war bei der Rad/Kickerdrehmethode noch weit von diesem kritischen Punkt entfernt.

Bei der Rad/Kickerdrehmethode war der Kolben also definitiv nicht an seinem obersten Punkt als die Hebel bereits frei waren. Problem bei dieser Vorgehensweise, irgendwann machen die Hebel dann wieder zu. Wer also den ”Sweet-Spot” Bereich mit der gefühllosen Rad/Kickermethode unbemerkt überdreht, stellt dann garantiert falsch ein.
Hingegen kann ich mit den Markierungen der KW bis zum Arbeitsende laufend kontrollieren ob sich nicht versehentlich was verdreht hat.

PS: das ”wer ist jetzt der Trottel” ist Wienerisch und stellt die Frage, wer nun Recht hat.
Ist nicht auf jemanden persönlich gemeint.

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Re: Kurbelgehäusedeckel -Werkzeug - Möhnesee

Beitrag von Harri » Di 12. Mär 2019, 20:14

CB50_1980 hat geschrieben:
Di 12. Mär 2019, 18:29
Geöffnet und damit korrekt einstellbar ist das Ventil bereits deutlich vor und noch deutlich nach der Kerbung...
Sicher nur aus versehen falsch und es muß natürlich heißen : "Geschlossen und damit korrekt einstellbar ist das Ventil...."

---------------------------------------------------------

Lasst es uns doch fürs Verständnis mal ganz grob machen und ich will mich jetzt nicht zu Feinheiten sondern nur zum Prinzip äußern, weshalb man eben nicht nur genau auf OT Ventile einstellen kann.

Wir haben auf zwei KW Umdrehungen 4 Takte:
1.
Die erste halbe Umdrehung ist das Ansaugen, der Kolben geht runter und das Einlassventil muß offen sein. Hier könnte man theoretisch vielleicht sogar das Auslassventil einstellen. (Das habe ich nie gemacht und werde ich wohl auch nie machen.)
2.
Die zweite halbe KW-Umdrehung gehört der Verdichtung und da müssen beide Ventile zu sein und da kann man beide Ventile einstellen.
3.
Die dritte halbe KW-Umdrehung gehört der Arbeit und da drückt das entzündete Gas den Kolben nach unten und da müssen wieder beide Ventile zu sein und da kann man beide Ventile einstellen.
4
Die vierte halbe KW-Umdrehung gehört dem Rausdrücken der verbrannten Gase und da muß nur das Auslassventil offen sein.Hier könnte man theoretisch genauso vielleicht sogar das geschlossene Einlassventil einstellen. (Das habe ich auch nie gemacht und werde ich wohl nie machen.)

Man hat theoretisch eine ganze Umdrehung (Phase 2 und 3) in der man messen/einstellen könnte, wenn der Nocken der Nockenwelle vom Grundkreis aus, auf einen Schlag ein/ausschalten könnte und es keine Überschneidung gäbe. Tut er nicht, sondern er geht mehr oder wenig langsam hoch und langsam wieder runter. Wenn man sicherheitshalber die erste Hälfte der Verdichtung und die zweite Hälfte der Arbeitsphase nicht nutzt, bleibt immer noch grob eine halbe Umdrehung über, in der beide Ventile gleichzeitig geschlossen und einstellbar sind. Es geht mir jetzt auch nicht darum alle dazu zu überreden diese halbe Umdrehung auszunutzen, sondern nur zu erzählen wieso eine kleine Großzügigkeit nicht zwangsläufig zur Katastrophe führt.

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