Neulich in der Zeitung

Über was man sonst noch redet
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Innova-raser
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Re: Neulich in der Zeitung

Beitrag von Innova-raser » Di 13. Nov 2018, 18:24

Es ist so eine Sache mit der Migration. Es ist kein einfaches Thema und eine Diskussion an einem runden Tisch wäre sicher spannend. Es gibt einige spannende Menschen hier. Auch wenn ich nicht immer die einzelnen Meinungen teile so meine ich das es doch Menschen sind die sich etwas überlegt haben bevor sie zu ihren Meinung gekommen sind.

Man sollte nicht vergessen das es Migration schon immer gab und die so alt ist wie die Menscheit. HIer wo ich zur Zeit wohne hat man vor rund 100 Jahren die eigenen Leute weggeschickt. Und zwar zum nächste Meerhafen. Wer Glück hat hat etwas Geld für die Ueberfahrt auf den amerikanischen Kontinent bezahlt bekommen. Die Menschen flüchten vor Hunger und Not. Heute stigmatisiert man solche als "Wirtschaftsflüchlinge".

Auch exakt vor Hundert Jahre gab es hier den ersten und bisher einmaligen Generalstreik. Das Bürgertum begehrte gegen die Patrizier auf weil sie Hunger und Armut fürchteten, bzw. in weiten Teilen davon betroffen waren.

Nur all das vergiss man halt und man lässt die Menschen lieber im Meer ertrinken, baut wieder Mauer oder will sogar auf sie schiessen!

Auch vergessen haben einige anscheinend dass das Land das sie nun bis aufs Blut verteidigen historisch nie ihnen gehört hat. Sondern sie sind alles die Nachkommen von Einwanderern und Siedlern die der nativen Bevölkerung das Land gestohlen hat.

Aber heute geht man lieber nach Spanien, Rumäninen oder weiss ich wo und rettet dort Strassenhunde.

Uebrigens herzlichen Glüchwünsch zur 100. Jubiläum der Oesterreichischen Republik!

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Re: Neulich in der Zeitung

Beitrag von Innova-raser » Di 13. Nov 2018, 18:57

Etwas anders was ich soeben in der Zeitung gelesen habe: Ein Topshot hat sich selber das Leben genommen. Dazu diese Liste:
Suizide von Top-Managern

• 2. November 2018: Der Chef der Krankenkasse Visana, Urs Roth, scheidet freiwillig aus dem Leben.
• 27. Mai 2016: Der ehemalige Zurich-Chef Martin Senn nimmt sich 59-jährig in Klosters GR das Leben.
• 26. August 2013: Pierre Wauthier, französisch-britischer Finanzchef der Zurich, begeht im Alter von 53 Jahren Suizid.
• 23. Juli 2013: Swisscom-Chef Carsten Schloter wird leblos in seiner Wohnung in Villars-sur-Glâne FR aufgefunden. Die Polizei geht beim Tod des 49-Jährigen von Suizid aus.
• 24. November 2011: Der Chef des Laufentaler Bonbon-Konzerns Ricola, Adrian Kohler, setzt seinem Leben im Alter von 53 Jahren ein Ende, nachdem er den Verwaltungsrat über «Unregelmässigkeiten in seiner persönlichen Geschäftsbesorgung» orientiert hatte.
• 7. Mai 2011: Der deutsche Industriellenerbe, Fotograf und Kunstsammler Gunter Sachs erschiesst sich im Alter von 78 Jahren in seinem Haus in Gstaad BE. Er hatte befürchtet, an Alzheimer erkrankt zu sein.
• 26. Januar 2010: Der 61-jährige, unter Alkoholproblemen leidende Bündner Polizeikommandant und WEF-Sicherheitschef Markus Reinhardt nimmt sich in einem Hotelzimmer in Davos das Leben.
• 7. September 2010: Der ehemalige deutsche Flick-Manager und Industrieberater Eberhard von Brauchitsch und seine Frau Helga, beide 83-jährig, scheiden in Zürich mit Hilfe von Exit aus dem Leben
• 22. April 2009: Der Finanzchef des verstaatlichen US-Hypothekengiganten Freddie Mac, der 41-jährige David Kellermann, wird nach einem Suizid in seinem Wohnhaus in einem Vorort Washingtons gefunden.
• 6. Januar 2009: Steven L. Good, der 52-jährige Chef von Sheldon Good & Company Auctions International, eines führenden US-Immobilienauktionshauses, nimmt sich in einem Wald bei Chicago das Leben.
• 5. Januar 2009: Der deutsche Milliardär Adolf Merckle begeht wegen Millionenverlusten in seinem Unternehmensimperium, zu dem auch der Baselbieter Generikahersteller Mepha gehörte, Suizid.
• 23. Dezember 2008: Der 65-jährige Franzose Thierry Magon de la Villehuchet, Gründer eines in der Madoff-Betrugsaffäre geschädigten Investmentfonds, wird in seinem New Yorker Büro tot aufgefunden.
• 16. Dezember 2008: Der dänische Topbanker Christen Schnor von der HSBC nimmt sich im Alter von 49 Jahren in einer Suite eines Londoner Luxushotels das Leben.
• 3. Dezember 2008: Alex Widmer, einer der bekanntesten Privatbankiers der Schweiz und seit 2007 Chef der Bank Julius Bär, nimmt sich im Alter von 52 Jahren in seiner Villa in Baden das Leben. (SDA)
Ich wollte nie weder Reich oder berühmt werden noch träumte ich von grosser Macht und Einfluss. Ich habe gutes, ja sehr gutes Geld verdient in meinem angestammten "white collar Job". Nun mache ich einen "blue collar job", verdiene die Hälfte von vorher arbeite aber dafür doppelt soviel und ich bin trotzdem glücklich.

An der Spitze wird es einsam und kalt. Mich berühren solche Schicksale! Menschen die alles gegeben haben um an die Spitze zu kommen und wenn sie dort sind müssen sie feststellen das sich alles ncht gelohnt hat. :(


Mir gehen solche Meldungen nahe. Carsten Schloter, Pierre Wauthier, Martin Senn und nun Urs Roth, um nur die letzten zu nennen. Ich bin überzeugt das mein Lebensweg nicht als role model hergenommen werden kann, aber ich habe mir, trotz allen Erfolgen und vielen Niederlagen, nie die Freude am Leben nehmen lassen. Vielleicht weil es mich nicht gekümmt hat was all die Schwätzer um mich herum palavern. Vielleicht weil ich einen sehr hohen Anspruch an mich selber habe, aber mir immer im klaren war das ich auch nur ein Mensch bin und versagen kann.

Ich weiss es nicht, aber solche Meldungen lassen mich für eine Weile innehalten.
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Re: Neulich in der Zeitung

Beitrag von Trabbelju » Di 13. Nov 2018, 19:10

Innova-raser hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 18:57
An der Spitze wird es einsam und kalt. Mich berühren solche Schicksale! Menschen die alles gegeben haben um an die Spitze zu kommen und wenn sie dort sind müssen sie feststellen das sich alles ncht gelohnt hat.
Ich sehe das gerade in der Schweiz etwas anders.

Geldwäsche, Milliardenverluste im Eigenhandel, Libor-Manipulation, Boni für Verluste oder Schwarzgeld:
Die beiden Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse schaffen es immer wieder in die Schlagzeilen.
Hut ab.
Aus deren Schatten auch einmal ans Licht der Öffentlichkeit zu kommen, ist schwierig.

Der Raiffeisen Schweiz gelingt dieses aber nun locker seit Monaten. Über sich selbst schwärmt die Raiffeisen, dass man sich in den vergangenen Jahren als führende Retail-Bankengruppe und drittgrößte Bankengruppe der Schweiz etabliert hat.
„Unsere einmalige Stärke ist die lokale Verankerung.“
Zur einmaligen Stärke der genossenschaftlichen Bank zählt aber auch deren Führungspersonal, mit dem sich die Genossen zumindest in den Schlagzeilen etabliert haben.
Es begann mit dem „Fall Vinzenz“, über den Inside Paradeplatz ausführlich berichtete.
Pierin Vincenz saß im Vorsitz der Geschäftsleitung und dann in U-Haft, weil er sich privat an Firmen beteiligt hat, die dann von Raiffeisen oder einer Raiffeisen-Tochter übernommen wurden.
Irgendwo muss man die Millionen-Gehälter als Vorsitzender der Geschäftsleitung eben nun einmal investieren.

Bei der Festnahme von Vincenz bewies dessen langjähriger Vize und Nachfolger Dr. Patrik Gisel seine Wendigkeit.
Gisel mimte den maßlos Enttäuschten und reichte Strafanzeige gegen Vincenz ein.
Vor der Festnahme verzapfte Gisel die Story, dass „nur“ ein Reputationsschaden vorliegt und Vincenz immer noch ein guter Freund sei.

Wenn es stimmt, dass Gisel die Transaktionen aushandelte, hätte er es besser wissen müssen.

Solange Vincenz im Knast saß postete Genosse Gisel nämlich auf Facebook stolz und stilsicher Fotos seines Privatflugzeugs.
Für die Fliegerei war offenbar nach der Beendigung seiner Partnerschaft mit einer Raiffeisen-Chefsekretärin wieder Zeit.
Und man kann sich auch nicht jeden Tag um die Ermittlungen der Aufsicht oder um das IT-Debakel der Raiffeisen kümmern, das Kosten von 500 Millionen Franken verursacht haben soll.

Nun hat aber der Verwaltungsrat komischerweise die Faxen dicke.
Laut Schweizer Medien soll Gisel nun den Abflug machen.
Grund ist seine jüngste Liebelei, bei der er nicht mehr top-down eine Sekretärin sondern bottom-up eine Verwaltungsrätin der Bank geliebt haben soll.
Der Hobbypilot war wohl auf der Suche nach einem neuen Kick. Die Dame war zwar bereits laut Tagesanzeiger auch „aus persönlichen Gründen“ aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden und Gisel beteuert, dass er mit der attraktiven Verwaltungsrätin erst nach deren Rücktritt geschnackselt habe.
Der amtierende Verwaltungsrat bezweifelt aber diese Darstellung.

Für Gisel hat der Rausschmiss ernsthafte finanzielle Konsequenzen: Seine Gage von kolportierten 150.000 Franken im Monat soll er nun bis kommenden Juli fürs Nichtstun bekommen.

Apropos Verwaltungsrat: Die Raiffeisen Schweiz braucht auch einen neuen Verwaltungsratspräsidenten.
Über den alten scheint man etwas stinkig zu sein, weil sich dieser eine Erhöhung der Tantiemen mit der Begründung gegönnt hat, dass wegen der Vincenz-Verhaftung die Zahl der Sitzungen zugenommen hat. Einziger Kandidat: Guy Lachappelle.
Über dessen Wahl bestehen keine Zweifel. Eine passende Personalie, die der interessierten Öffentlichkeit weiteres Entertainment garantieren sollte.
Lachappelle kommt nämlich von der Basler Kantonalbank, gegen die laut Tagesanzeiger ein Verwaltungsstrafverfahren wegen Verdachts der Geldwäsche läuft.
Außerdem verliebte er sich laut Inside Paradeplatz als wichtige Führungskraft einer anderen Bank in eine wichtige Kundin.

Da konnte man dann bestimmt auch völlig unbefangen über einen gefährdeten Immobilienkredit verhandeln.

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Re: Neulich in der Zeitung

Beitrag von Innova-raser » Di 13. Nov 2018, 19:23

Trabbelju hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 19:10
Innova-raser hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 18:57
An der Spitze wird es einsam und kalt. Mich berühren solche Schicksale! Menschen die alles gegeben haben um an die Spitze zu kommen und wenn sie dort sind müssen sie feststellen das sich alles ncht gelohnt hat.
Ich sehe das gerade in der Schweiz etwas anders.
Es geht um einzelne Biographien. Und nicht jeder ist ohne Skrupel gebohren worden bezw. konnte diese erfolgreich wegtrainieren.

Trabbelju hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 19:10
Für Gisel hat der Rausschmiss ernsthafte finanzielle Konsequenzen: Seine Gage von kolportierten 150.000 Franken im Monat soll er nun bis kommenden Juli fürs Nichtstun bekommen.
Na ja, mich hat Geld noch nie glücklich gemacht. Jedenfalls nicht nachhaltig. Aber ich habe diesen Betrag auch nur bestenfalls im Jahr verdient und nicht im Monat. Nur bin ich überzeugt das sich auch dadurch trotzdem nichts geändert hätte in meinem Leben.

Ich versuche die Zeit mit dem zu verbringen was mir wirklich Spass macht und dazu meine Fussspuren zu hinterlassen.
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Re: Neulich in der Zeitung

Beitrag von werni883 » Do 15. Nov 2018, 19:07

Servus,
etliche Potentaten wählten den Freitod. Nun, Friede den Hütten, sage ich.
Österreich hätte mit der Schweiz einen 1.200 km Ost-West-Riegel gebildet, wo die EU Firmen nicht ihre 40 Tonnen (+ 5% = 42 t) LKW hätten durchschicken können.
Wäre, hätte Fahrradkette.

Unser "Drama" Tirol hat 1994 mit 50,2% und das Burgenland mit gut 80% für die EU gestimmt. Tirol hat massivsten LKW Verkehr gewonnen!
.
Nun, vor 100 Jahren war das Burgenland noch bei Ungarn und kam erst 1921 zu Österreich.
.
Zur Migration: Asien, Afrika und Südamerika haben viele Migrationswillige. Australien, Nordamerika sagen: NO.
Bleibt Europa.
Wie oft passen halb Afrika, halb Asien und halb Lateinamerika in Europa?
.
Dividieren heißt entweder messen oder teilen.
Friede den Hütten. werni883
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Re: Neulich in der Zeitung

Beitrag von Innova-raser » Di 4. Dez 2018, 17:18

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Ramon Zerano
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Re: Neulich in der Zeitung

Beitrag von Ramon Zerano » Mi 5. Dez 2018, 10:47

der Kommentar unter dem Artikel ist gut:

"Wenigstens ist Toyota einsichtig geworden. Wie lange dauert das noch bei der EU?"

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Re: Neulich in der Zeitung

Beitrag von werni883 » Mi 5. Dez 2018, 11:21

Servus,
darf man dem deutschen Michel gratulieren oder ist es ein Faschingsscherz?, aber die 4 x gewählte Kanzlerin wurde wieder einmal zur "mächtigsten Frau der Welt gekürt."
werni883
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Torsten
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Re: Neulich in der Zeitung

Beitrag von Torsten » Mi 5. Dez 2018, 11:43

Von mir nicht, also wäre eine Gratulation fehl am Platz. Aber rein sachlich betrachtet ist das ja nicht ganz verkehrt.
Man könnte natürlich darüber diskutieren, ob aus Deutschland eventuell Susanne Klatten oder Friede Springer "mächtiger" sind, aber mei...

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Re: Neulich in der Zeitung

Beitrag von DonS » Mi 5. Dez 2018, 11:51

Hör’ mir auf mit der ”mächtig” notgeilen Klatten!
Die vergönnt ihrem Gigolo nicht einmal die paar sauer verdienten Kröten.
Schrecklich diese Kleinlichkeit!
https://www.tz.de/welt/kriegt-klatten-j ... 42288.html

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