Gausi fährt elektrisch

Über was man sonst noch redet
Pingelfred

Re: Gausi fährt elektrisch

Beitrag von Pingelfred » Mi 2. Sep 2015, 12:49

Upps, wenn ich das so lese, wie häufig die "Tankbesuche" nötig sind, ist dies ein ideales Auto für Kontakt suchende Mitmenschen, eventuell auch Singles...
" Ich bräuchte bitte Strom, Stecker sucht Dose?" Ironie/Scherz
So kann man auch die Regionen kennenlernen...
Gruß Frank.

Gausi
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Re: Gausi fährt elektrisch

Beitrag von Gausi » Mi 2. Sep 2015, 13:53

braucki hat geschrieben:Das liest sich ja bald so, als wären Lade- und Fahrzeiten fast pari oder der Ladezeitanteil sogar höher :shock:
Wie weit kommt man denn im Alltagsbetrieb mit ner Akkuladung ?
Erstmal muss ich Euch den Grund meiner Strapazen mitteilen ..... vorweg .... es war KEIN Urlaub ....

Es sind genau vier Gründe:

1) Das Ziel ... meinen Schwager in Gdynia zu beweisen, dass Langstrecke mit E-Autos (vorausgesetzt schnellladefähig) möglich ist
2) Ein Realitätstest meines Schnellladers, in dem ich gut 500-700h Arbeit drin stecken habe
3) Ein Akkucheck der verbauten Batterien ... mein Selbstbaubatteriemonitoring gab mir immer Auskunft über die jeweilige Spannungslage bei verschiedensten Belastungsmodi sowohl beim Entladen(Fahren) wieauch beim Laden. ..... Fakt ist, ich hatte 2 Reserveakkus vom Typ G mit ... den ersten habe ich auf den Hinweg bei Crishan ( 3er Battkasten oben ) am Montag gewechselt. Den zweiten habe ich am Donnerstag bei meinen Bekannten in Kleszczewo ( 11er Battkasten hinten ) gewechselt. Bei der Wasserwartung siehe Pkt. 19 habe ich satte 18L destilliertes Wasser aufgießen müssen. Jetzt zuhause werde ich noch 3 Akkus wechseln müssen( 2*D-Type, 1*G-Type ) ......
Hi Braucki ... Du wirst verstehen müssen, dass ich ein Leerfahren unter Beachtung meines Batteriemonitoring tunlichst vermeiden möchte und somit die totale Reichweite nur im letzten Kriechmodus erfassen könnte. Wenn ich die 3 Akkus gewechselt habe, können wir nochmal über die absolute Reichweite sprechen .... eines ist mir klar geworden ...... lieber vorzeitig Laden als kriechen.
Wenn jetzt seitens der Verbrennerfraktion jetzt geschrien wird ..... " Ist doch scheiße so eine E-Karre ... bei den letzten 20% Kappazität verhungert ja so ein Wägelchen" dem biete ich bei nächster Gelegenheit bei -20°C dessen Verbrennerfahrzeug beim morgendlichen Kaltstart doch Höchstleistungen vom Motor abzuverlangen ..... In meinen Augen ist eben das Warmfahren ein Manko eines Verbrenners .... deswegen darf auch eine E-Karre ein Manko bei den letzten 20% der Kapazität haben. Prozentual gesehen findet das Warmfahren aber IMMER statt, während die letzten 20% der Batterie/Tankkappazität nur auf Langstrecke stattfinden würden.
4) Ein Vorankommen mit einen Elektroauto in Polen, in dem es praktisch keine Ladeinfrastruktur gibt ..... aber mit jeder Wette, das es dort 100 mal mehr CEE Kraftstromsteckdosen gibt als Tankstellen im ganzen Land verteilt sind .... bei der Schukovariante wette ich auf ein Verhältnis 10000:1 ..... manchmal wünsche ich mir für Typen meiner Couleur norwegische Verhältnisse.


und @ Pingelfred ....... ja es ist so .... man ist auf Strom angewiesen .... Viele Leute haben ein sehr zwiespältiges Verhältnis zur Ware Strom ...... es wird täglich von fast allen Leuten eines Landes benutzt .... aber über die Menge und den Kosten wissen die Wenigsten. Annahme: Frage 100 zufällig ausgesuchte Personen, was z.Z. 1L Diesel kostet ....... Frage die Gleichen, was z.Z. 1KWh Strom kostet ....... ich gehe jede Wette ein dass die Annäherung an den reellen Preis bei Diesel bei weitem höher ist als die korrekte Aussagen über den Strompreis. Ja ..... ich habe etliche Leute kennengelernt, denn was der Gausi dort in Polen durchgezogen hat, ist in den ihren Augen total skurril .... "den Kerl muss man eigentlich Strom geben .... der is ja total abgefahren"

Und so habe ich es auch erlebt ..... Ist ein interessantes Thema am Lagerfeuer beim OST

so well

Gausi

PS: @braucki meine theoretische Annahme über die Zeitverteilung war 2/3 der Zeit fahren, 1/3 der Zeit laden .....wäre überall 400V/32A Drehstrom verfügbar

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Re: Gausi fährt elektrisch

Beitrag von braucki » Mi 2. Sep 2015, 14:12

@ Gausi, danke für die Infos. Ich wollte auch nicht lästerlich rüberkommen, sondern es interessiert mich echt, was man mit dem von dir getriebenen Aufwand erreichen kann.
Mein Fazit ist, dass ein Elektrovehikel für mich max. Spielzeug bzw. Ergänzung zum Primärfahrzeug sein kann (wie Inno oder Smart) . Auch wenn ich meinen Hauptwagen weniger nutze als den Smart (Zeit - nicht Kilometer) würde es, wenn einer gehen muss, immer der Smart sein.
Den Alltagsjob vom Smart könnte natürlich auch ein gleichwertiges E-Smart-Cabrio machen - aber die Dinger sind sauteuer und ¨schnellen¨ Strom müsste ich ja auch noch organisieren....scheidet somit also auch aus :(
Grüße
Oliver

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Re: Gausi fährt elektrisch

Beitrag von Gausi » Mi 2. Sep 2015, 15:19

braucki hat geschrieben:@ Gausi, danke für die Infos. Ich wollte auch nicht lästerlich rüberkommen, sondern es interessiert mich echt, was man mit dem von dir getriebenen Aufwand erreichen kann.
Mein Fazit ist, dass ein Elektrovehikel für mich max. Spielzeug bzw. Ergänzung zum Primärfahrzeug sein kann (wie Inno oder Smart) . Auch wenn ich meinen Hauptwagen weniger nutze als den Smart (Zeit - nicht Kilometer) würde es, wenn einer gehen muss, immer der Smart sein.
Den Alltagsjob vom Smart könnte natürlich auch ein gleichwertiges E-Smart-Cabrio machen - aber die Dinger sind sauteuer und ¨schnellen¨ Strom müsste ich ja auch noch organisieren....scheidet somit also auch aus :(
Hi Oliver

den "schnellen Strom" muss man sich nicht organisieren ..... den pickt man sich in D einfach heraus. Wie? ...siehe hier ..... außer "schnell" kann man sich auch "kostenlos" herauspicken .... wenn man beides kombiniert und sich zwischen 30 - 50% Restkapazität orientiert, kann man ganz Deutschland "Betriebstoffkostenlos" bereisen.

mfg

Raphael

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Re: Gausi fährt elektrisch

Beitrag von Gausi » Mi 2. Sep 2015, 15:53

@ Oliver

E-Karre als alleiniges Fahrzeug -> kann nur ein Tesla sein.
E-Karre in Verbund mit einen Verbrenner: E-Karre als Erstfahrzeug, weil statistisch gesehen 90-95% aller Fahrten damit erledigt werden können. Als Ergänzung ( Zweitwagen ) schlage ich ein Benziner mit H-Kennzeichen vor .... mein Favourit ein Opel Monza mit 2,5L Maschine

Vorteile: Hohes Gewicht und dadurch bedingt hohe Zuglast ( Anhängerbetrieb )
geringe Steuer, da H-Kennzeichen
Einfahrt in Umweltzonen
Auch günstige Versicherung möglich .... sollte ich so ein Teil für die 5 - 10% Nutzung z.B. für den Kroatienurlaub nutzen wollen, ist vorab ein Oldtimertreffen in Kroatien zu suchen, um der Versicherung im Schadensfall die Fahrt zu einen historischen Treffen mitzuteilen. Und an der Kiste kann man noch alles selber machen.
Sollte es jetzt mecker geben wegen dem hohen Benzinkonsum, könnten wir ja gerne den Benzinkonsum bei 100%er Nutzung verbrauchsärmerer Nurverbrennerfahrzeugen gegen die Nutzung 90% E-Karre in Verbindung mit 10% Spritschlucker gegenrechnen.

Ich hoffe Ihr könnt meinen Überlegungen folgen

mfg

Raphael

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Re: Gausi fährt elektrisch

Beitrag von Pingelfred » Mi 2. Sep 2015, 16:00

Für mich wäre ein e-smart ideal. Morgens 22 Km Stadtbahn wohnort-Hbf-wohnort und abends zum Abholen Wohnort-Bahnhof-Wohnort....fahre teilweise Umwege, damit dies nicht zu sehr in Kurzstrecke ausartet. Genau den Kaltstart und das warmfahren brauch ich da nicht... nur die Anschaffungskosten...

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Re: Gausi fährt elektrisch

Beitrag von sznuffi » Mo 23. Nov 2015, 21:22

im Netz gefunden hab.
Finds lustig und dazu fiel mir dieser Tread ein :laugh2:

Günter Gausi fährt Elektrisch
elektroauto.jpg
und das da :aetsch:
01elektroauto.jpg

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Re: Gausi fährt elektrisch

Beitrag von braucki » Di 24. Nov 2015, 06:58

Pingelfred hat geschrieben:Für mich wäre ein e-smart ideal. Morgens 22 Km Stadtbahn wohnort-Hbf-wohnort und abends zum Abholen Wohnort-Bahnhof-Wohnort....fahre teilweise Umwege, damit dies nicht zu sehr in Kurzstrecke ausartet. Genau den Kaltstart und das warmfahren brauch ich da nicht... nur die Anschaffungskosten...
Hallo Frank,
sehe ich jetzt erst....eine Standheizung vermeidet die Kaltstarts oder halt ein E-Vorheizer, falls Strom am Abstellort liegt ;)
Grüße
Oliver

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Re: Gausi fährt elektrisch

Beitrag von Pingelfred » Di 24. Nov 2015, 08:54

...

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Re: Gausi fährt elektrisch

Beitrag von Gausi » So 18. Dez 2016, 12:35

Hi Leute

ich wollte mich mal passend wieder melden ..... ein Rückblick ..... fast 60.000km in 20 Monaten ... zur Zeit baue ich restriktiv pö a pö die nachlassenden/defekten NiCds aus und ersetze die durch Eigenbau18650Lipozellenpacks .... veschaltet in 2s45p.... der entnehmbare Energiegehalt ist mehr als 50% als der der NiCds bei einen drittel des Volumens .... Die verwendeten Zellen sind die Samsung inr 18650-29e. Die bieten z.Z. den höchste Energiedichte bei geringstem Preis.

Das ich bei manchen Projekten, die ich so mache nicht arbeitsscheu bin, darf ich verraten, dass die Herstellung von einem Akkupack ca. 8h Arbeitszeit frisst .... allein das Ausdrucken der 4 Batteryspacer dauert 40h ( das macht ber der 3D-Drucker ohne persönlicher Anwesenheitspflicht ).

Wenn ich die Beschaffungskosten für einen Akkupack beziffern sollte, lege ich für die knappe Kilowattstunde 250€ hin. 3 Akkupacks sind in den mittleren Batteriekasten verbaut ... die ehemalige Wasserkühlung der NiCds kurzgeschlossen .... die Wasserwartungsschläuche entfernt .... dafür aber ein Sicherungskasten mit je 25A Sicherungen, die mir einen externen Zugriff auf Zellspannungsebene ( 3,7V nominell ) erlaubt.

So fließt z.Z. der Strom durch 3 Lipopacks und weiter durch 17 NiCd Batterieblöcke .. bei einer Reihenschaltung interessiert es dem Strom nicht, ob er durch Blei,NiCds oder Lipozellen flieẞt .....

Dem höheren Wirkungsgrad der Lipos geschuldet, sorge ich mit meinem Eigenbau- galvanisch entkoppelten DC/DC Wandler, das die Lipospannung nicht zuhoch läuft und der Differenzenergiegehalt in die ( schwachen ) NiCds fließt.

Ich lade noch ein paar Fotos hoch .... Auf einem ist deutlich zu erkennen, dass das Volumen/Energiedichte und Gewichtsverhältnis in 20 Jahren sich um den krassen Faktor 5 geändert haben. Frage: pegelt sich der 10l/100km Verbrauch eines 20 Jahre alten Verbrenners in 2017 ( jetzt bei Neuwagen ) auch bei 2L/100km ein?
verlötet.jpg
Vergleich.jpg
Loetvorbereitet.jpg
Kleinteile.jpg
Akku_bau.jpg
Akku_90.jpg
3er-Batt.jpg
3D-Druck.jpg

mfg
Gausi

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