Tempo 80 auf Frankreichs Landstraßen

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Sachsenring
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Re: Tempo 80 auf Frankreichs Landstraßen

Beitrag von Sachsenring » Di 23. Jan 2018, 16:58

Was mich auf der Bahn auch wirklich stört, sind die Mittelspurschleicher und pedant Mittelspurfahrer.

Wuerde das Bewußtsein der Leute für ihre Schwachsinnsaktionen geweckt werden, käme es bei den Hinterherfahrenden zu weniger, teils verständlicher Aggression.

Wenn man mal wieder von so einem Schnarcher genötigt wird, dicht aufzufahren und dann kurz die Lichthupe aktiviert, weil der Typ mit 97kmh konstant auf der Mittelspur fährt,
bekommt man am Ende noch den Stinkefinger. Toll. Merkste selbst.

Wir haben viel grundlegendere Probleme als die nur angesprochenen.

Vieles ist so stark reglementiert und die ständige Beschneidung führt dazu, dass der Mensch gerne Grenzen auslotet und sich darauf beruht, nichts falsch gemacht zu haben.

In meinen Augen ist jedenfalls die Nichtbeafchtung des Rechtsfahrgebotes ein Thema, das geschult weden sollte.

Und wenn man überholt, dann mit Vollgas. Vorbeifahren, einscheren, weiterfahren.
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Re: Tempo 80 auf Frankreichs Landstraßen

Beitrag von Cpt. Kono » Di 23. Jan 2018, 17:02

Fahrt doch mal mit einem Lkw unter Zeitdruck auf ner zweispurigen BAB, über mehrere hundert Kilometer 5km/h langsamer als es eigentlich möglich wäre.

Auf dreispurigen Autobahnen darf man meines Wissens nicht auf die linke Spur, mit Lkw ab 7,5 to.

Man braucht kein Rechtsfahrgebot, sondern ein Verbot sich rechts überholen zu lassen.
Nur ne Frage der Formulierung. ;)
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Re: Tempo 80 auf Frankreichs Landstraßen

Beitrag von Qinnova » Di 23. Jan 2018, 17:13

2016 war ich mit der Innova in Holland unterwegs. Auf Landstraßen gilt dort schon immer 80km/h.
Noch nie hatte ich so ein schönes "Mit dem Verkehr mitschwimmen-Gefühl" mit der Inno wie damals. Ich kann es nur empfehlen!
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Re: Tempo 80 auf Frankreichs Landstraßen

Beitrag von the-dude » Di 23. Jan 2018, 17:42

Manche Regeln im Straßenverkehr scheinen wohl in Vergessenheit geraten zu sein,
es ist durchaus erlaubt fast kontinuierlich die mittige Spur zu nutzen.
Ehrlich gesagt finde ich diese Regelung wirklich bescheuert, denn die Mittelspurfahrer
können wirklich nervig sein, vorallem, wenn es etwas voller wird.
Das lange Fahren auf der mittleren Spur ist also verboten? Nein, nicht grundsätzlich. Der Gesetzgeber hat nämlich für Straßen, die außerhalb geschlossener Ortschaften drei oder mehr Fahrstreifen pro Richtung haben, eine Sonderregelung festgelegt. Diese führt er in Paragraf 7 Absatz 3c StVO mit dem ausdrücklichen Hinweis ein, sie sei "abweichend von dem Gebot, möglichst weit rechts zu fahren".

Konkret erlaubt die Straßenverkehrsordnung, dass Kraftfahrzeuge den mittleren Fahrstreifen durchgängig befahren – unter der Voraussetzung, dass zumindest "hin und wieder" rechts davon ein Fahrzeug fährt. Es ist also nicht vorgeschrieben, dass man jede Lücke nutzen muss, die rechts auftaucht.
Quelle
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Sachsenring
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Re: Tempo 80 auf Frankreichs Landstraßen

Beitrag von Sachsenring » Di 23. Jan 2018, 18:13

angeprangert sind die Leute, die mit kaum Mehrgeschwindigkeit als ein LKW permanent auf der Mittelspur fahren und sich eben genau NICHT an den von dir zitierten Gesetzestext halten.
Dann wären sie per Definition nämlich keine Mittelsüpurschleicher, und darum geht es doch gerade NICHT, oder?

Ich mach erstmal den Werni.

Bis dann,
MM
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the-dude
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Re: Tempo 80 auf Frankreichs Landstraßen

Beitrag von the-dude » Di 23. Jan 2018, 18:43

Sachsenring hat geschrieben:
Di 23. Jan 2018, 18:13
angeprangert sind die Leute, die mit kaum Mehrgeschwindigkeit als ein LKW permanent auf der Mittelspur fahren und sich eben genau NICHT an den von dir zitierten Gesetzestext halten.
Dann wären sie per Definition nämlich keine Mittelsüpurschleicher, und darum geht es doch gerade NICHT, oder?

Ich mach erstmal den Werni.

Bis dann,
MM
Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass es zumindest eingeschränkt erlaubt ist
und die Auslegeung nicht so einfach ist.
Nur, an die genaue Regelung hält sich eben kaum jemand.

Und ja, jemand der sich daran hält, ist kein Mittelspurschleicher und selbst wenn, ist es
vollkommen egal denn: "Entscheidend ist, dass man keinen anderen Verkehrsteilnehmer
behindert, wenn man auf der Mittelspur bleibt.".

Den Werni machen? Das ist doch wirklich nicht nötig.
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teddy
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Re: Tempo 80 auf Frankreichs Landstraßen

Beitrag von teddy » Di 23. Jan 2018, 19:29

Cpt. Kono hat geschrieben:
Di 23. Jan 2018, 11:54
Anstatt eines Geschwindigkeitsbegrenzers würde ich mir einen Handybenutzungsblocker wünschen, der die Benutzung des Handys verhindert wenn sich das Kfz bewegt.
Ist zwar in AT noch nicht soweit, dass das Handy blockiert wird, aber einen Ansporn dazu gibt es schon.
Die UNIQA-Versicherung - eine ziemlich grosse hierzulande - gewaehrt eine Reduktion der KFZ-Haftpflichtversicherung um 50%, wenn man auf seinem Smartphone eine App installiert, die festhaelt ob man waehrend der Fahrt das Phone benutzt oder nicht. Falls Nicht: Bingo Rabatt. Frag mich bitte nicht nach Details, wie das Alles von sich geht, ich habe nur ein einfaches Klapptelefon fuer knapp 20 Euro und darauf geht nichts mit App's oder so. Allerdings, Sauerei, kann ich deshalb auch den Rabatt nie bekommen-:((
Aber der erste Schritt in die von Dir (und von mir ebenso) gedachte vernuenftige Loesung der Ablenkung waehrend der Fahrt durch Gequatsche mit der Aussenwelt ist hiermit schon getan. Wenn nun der zweite Schritt, das Ausschalten mittels der App vom Phone waehrend der Fahrt, von den Politikern in ein ehernes Gesetz gegossen werden wuerde...
Gruesse, Peter.

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Re: Tempo 80 auf Frankreichs Landstraßen

Beitrag von guri » Di 23. Jan 2018, 20:34

Oh Mann - was fahre ich gerne durch Frankreich auf deren kleinen Straßen.

Ob mit der Inno, der NC oder mit dem SH. Immer schön innerhalb der Tempobeschränkung. Dann kann ich auch den Kopf hoch nehmen und die schöne Landschaft geniessen. Der Weg ist das Ziel. Ob nun nur noch 80 km/h wird mich nicht tangieren. Sonst könnte ich auch den Flieger nehmen.
IG

Guri
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.
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Re: Tempo 80 auf Frankreichs Landstraßen

Beitrag von Harri » Di 23. Jan 2018, 21:22

Eigentlich finde ich das gut, daß sich im Moment das Ganze ein bisschen von dem zahlenmäßig eher nicht so bedeutsamen reinen Hochgeschwindigkeitbashing in eine m.M. erfolgversprechendere Richtung bewegt.
Wen das interessiert kann sich übrigens einfach die Themen der Goslarer Verkehrgerichtstage aus den vergangenen Jahren mal anschauen
Ich werfe jetzt mal ein paar Beispiele in die Diskussion, die nicht ich mir ausgedacht habe, sondern jetzt lediglich kommentiert habe:
Möglichkeiten für eine Blockierung der Mobiltelefone/Smartphone halte ich für eine Aufgabe für die Zukunft. Selbst mit perfekter Freissprechanlage geht immer noch viel von der Konzentration verloren.

Eine 5km/h höhere Durchschnittsgeschwindigkeit ist mit einem LKW mit allen Überholvorgängen übrigens nicht erreichbar und übrigens auch nicht wirtschaftlich. Das haben schon diverse Speditionen mitbekommen und reduzieren freiwillig die Vmax ihrer Fahrzeuge auf wirklich 82 oder83km/h. Von irgendjemand kam ein entsprechendes Beispiel weiter oben für die Landstrasse. Sinngemäß stand dort, daß man bei einem Verkehr mit Mainstream ein oder mehrere Fahrzeuge mal mit kurzzeitig höherer Geschwindigkeit überholen kann, und man dann auch wirklich ein paar Autos eher am Ziel ankommt, daß damit kein entscheidender Zeitvorteil erzielt werden kann. Diese Erkenntnis ist halt leider nicht überall ins Bewußtsein übernommen worden.
Ein generelles Überholverbot für LKWs mit ausgewiesenen Überholbereichen, um die wenigen Fahrzeuge, die nicht schneller können, zu überholen, könnte auch eine Lösung sein. Das wäre objektiv für alle eine Verbesserung, da damit Fahrzeiten besser kalkulierbr sind. Auch der immer wieder angesprochene Zeitdruck wäre über kurz oder lang Geschichte,wenn die "bösen" Disponenten mitbekommen, daß sie nicht mehr treiben könnten. Bei den kritischen Lenkzeiten, die mit krimmineller Energie natürlich weiterhin umgangen werden (wird heute eher nur noch von den Dummen gemacht und die sind absehbar weg vom Fenster, da die nicht ganz so blöde Pol sich natürlich darauf eingestellt hat), hat sich doch auch einiges getan.

Brett-Pitt
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Re: Tempo 80 auf Frankreichs Landstraßen

Beitrag von Brett-Pitt » Mi 24. Jan 2018, 18:30

Das Argument der "Beutelschneiderei" ist keins...

Gerade bei WDR-5 einen Beitrag zum Thema anlässlich
des dt. Verkehrs-Rechtstags gehört.
In den Niederlanden liegen die Bußgelder im Vergleich
zu D im Schnitt 4-fach höher. Und das Bußgeldaufkommen?
Es ist niedriger als in NRW (vergleichbare Autozahlen,
vergleichbare Verkehrsnetze).

Warum also ist es am Rhein so schön,
und auf teutonischen Straßen so billig?
Das Auto in D ist und bleibt eine "heilige Kuh",
da darf keiner ran. Im schlimmsten Fall droht
ja das Totschlagargument "Arbeitsplätze".

Weiterschleichen, underbonen,

Bretje-Pit

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