Kettenpflege

Harri
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Re: Kettenpflege

Beitrag von Harri » Sa 17. Mär 2018, 22:32

Die Ketten sollten ja auch unfallträchtigerweise (ich kenne niemanden bei dem alles von Anfang an gut ging) in der Dose im dann flüssigen Fett bewegt werden. Das ging ja mit hin- und herrühren nicht so gut. Also hat man die Kette mit der Kombizange mal rausgezogen und sie fing an zu pendeln. Leider war die Amplitude aber immer größer als der Durchmesser der Dose, erst recht, wenn man eine übergeschlagene Stelle hatte und dieser "Knoten" wieder gelöst werden mußte. Sehr nett war es, wenn einem die fettige Kette aus der Kombizange rausrutschte. Selbstverständlich fielen die gesamten 170cm mit einem Platsch in die Dose zurück und lösten einen flüßigen Fetttsunami aus, dessen Hauptwelle den Dosenrand aber sowas von problemlos überwand und im Umkreis von einem Meter nur noch eine 30 cm runde Stelle (da wo die Dose stand) fettfrei ließ.

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Sachsenring
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Re: Kettenpflege

Beitrag von Sachsenring » So 18. Mär 2018, 00:39

Das sind Gruselgeschichten, die ich
nur aus Erzählungen kenne.

Einmal hab ich eine Kette unfallfrei
ausgekocht.

Ein Hoch auf die abgedichteten Versionen.

:prost2:
LG
MM
Bild I´m on my Wave of life.

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Pille
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Re: Kettenpflege

Beitrag von Pille » So 18. Mär 2018, 07:48

Das Kettensägenöl hat sich bei mir über Jahre bewährt. Ich verwende ein altes Nudelsauceglas bei dem der Deckel oben verjüngt zuläuftund einen dicken Rundpinsel, der sich dann gut abstreifen lässt in einer Drehbewegung nachdem er ein zwei Zentimeter eingetaucht wurde.
Es gibt nicht mal mehr einen einzigen Tropfen. Bisschen pinseln, paar mal hin und her innen an der Kette. Dann unten am Kettenrad, die dem Rad zugewandte und die Außenseite einfach drumherum herum und von unten hin und her.
Moped ein Meter zurück. Wiederholen. Nochmal ein Meter. Noch mal. Fertig. Das dauert kaum länger als mit der Sprühdose und macht sogar noch weniger Dreck.

Ganz wichtig, das Motorrad bleibt dabei aus. Bitte nicht zB auf den Hauptständer und dann Hinterrad drehen lassen vom Motor. Kommt ein Finger oder auch mehrere zwischen Kette und Kettenrad trennt man sich diese mit einer unsauberen Abrisskante und mit einer unglücklichen Mateiraleintragskombination in die Wunde ab. :)

Ich hab vor einigen Jahren einen 5l Kanister erstanden, in meinem jugendlichen Vielfahrerwunschdenken ernsthaft gedacht, das wird wohl wenigstens "länger" halten. Nunja. Sechsstellig km später sind noch ca 4 Liter drin.

Keinerlei Probleme mit Kettenpflege. Von der Ersparnis zum Spray hin, selbst günstigstes, kann ich alle meine Kettensätze bezahlen. Welche sogar gut gepflegt erstaunlicherweise auch noch lange halten.

Sekundärsatrieb kostenlos.

Klar sind da die Kettenhersteller, Spraydosenverkäufer, Händler und so weiter, jeder der da dran verdient, dagegen und erzählen alles mögliche.
Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen.

Brett-Pitt
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Re: Kettenpflege

Beitrag von Brett-Pitt » So 18. Mär 2018, 11:01

"Auskochen" in Castrol-FETT macht nur Sinn mit Kettenkasten
und ungedichteter Kette. Am Besten auf transportablem
2-Platten-Kocher, aufm Balkon. Ins offene Kettenende einen
Draht. Rütteln (wenn heiss), abtropfenlassen (wenn warm.
In die Dose, nicht auffe Tischdecke!), montieren (wenn kühl).
Das wäre dann die Fettpackung von innen. Von aussen ab und
zu nachpinseln (siehe Pille-Prinzip, mit Kettensägen-ÖL).

Fett bei offenlaufender Kette ist unsinnig und kontraproduktiv:
Mehr haftender Dreck als notwendige Schmierung.
Fett bei gedichteter Kette (O-Ring, Ring der Nibelungen, etc.)
ist ebenso unsinnig.

Aber das wurde hier schon zig-fach durchgedreht.
Und am Ende?
Eine 20-Euro-Kette im Zweifelsfall eher früher als
später wechseln. 30 Euro plus X im Set mit Ritzel(-Änderung).

Weiterfetten,

Kett-Pitt

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velociped
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Re: Kettenpflege

Beitrag von velociped » So 18. Mär 2018, 17:17

Pille hat geschrieben:
So 18. Mär 2018, 07:48
Das Kettensägenöl hat sich bei mir über Jahre bewährt. Ich verwende ein altes Nudelsauceglas bei dem der Deckel oben verjüngt zuläuftund einen dicken Rundpinsel, der sich dann gut abstreifen lässt in einer Drehbewegung nachdem er ein zwei Zentimeter eingetaucht wurde.
Es gibt nicht mal mehr einen einzigen Tropfen. Bisschen pinseln, paar mal hin und her innen an der Kette. Dann unten am Kettenrad, die dem Rad zugewandte und die Außenseite einfach drumherum herum und von unten hin und her.
Ganz genau so habe ich es im Forum gelernt und mir einen Liter im Baumarkt gekauft. Für die Fahrradketten habe ich eine kleine Spritzflasche gefüllt und auch da funzt es.
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mako
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Re: Kettenpflege

Beitrag von mako » So 18. Mär 2018, 17:35

Man kaufe das teure Kettenschmiermittel, weisses Kettenfett oder sowas, hänge einen alten Lappen hinter die Kette, damit die Schwinge und der Reifen nicht eingesaut werden, drehe nun das HInterrad und sprühe die Kette ordentlich ein. Falls die Kette bei einer Sichtprüfung zu trocken erscheint, wiederholen bitte.

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Re: Kettenpflege

Beitrag von Andrais » So 18. Mär 2018, 19:07

Ich nehme Fett aus der Kartusche mit Molykote.
Sowas ähnliches wie das hier https://www.ebay.de/itm/100g-Tube-Molyk ... SwVkNamsD8

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Re: Kettenpflege

Beitrag von Karl Retter » Mo 19. Mär 2018, 09:39

ich bin nach vielen Versuchen mit der Innova beim weißen Kettenspray S100 hängengeblieben.
Man muss erwähnen, dass das Spray besonders bei gekapselten Ketten klasse funktioniert. Die Mischung aus Kriechöl a`la Ballistol und Kettenfett macht es meiner Meinung nach aus. Bei offenem Kettenschutz hab ich mit Getriebeöl SAE 80 gute Erfahrungen gemacht.
Gereinigt hab ich mit Pinsel und Petroleum. Bei der gekapselten Innokette reinige ich selten bis nie.

Gruß Karl

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Bernd
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Re: Kettenpflege

Beitrag von Bernd » Mo 19. Mär 2018, 20:34

S100!
Da war doch was?
Genau! 1994 hatte ich eine SR500 für ein paar Monate. Kettenantrieb. Die Motorräder davor und danach hatten alle Kardan, oder Riemen. Das waren aber Roller.

Auf Anraten von Karl, vor ca. einem halben Jahr, habe ich mich an das S100 Spray vor 24 Jahren erinnert, gesucht und gefunden. Ist doch schön, wenn man nichts wegschmeißt.
Es war sogar noch Treibgas in der Dose, so dass ich meine Innokette damit schmieren konnte. Vorher habe ich immer Kettensägeöl gezahnbürstet. Und war damit zufrieden.

Was ist besser, bzw. anders?
Einmal eingesprüht, bleibt das S100 Fett unendlich lange auf der Kette. Egal wieviel Regenfahrten absolviert werden. Das Kettensägeöl wurde vom Regen, der irgendwie doch den Weg in den Kettenkasten fand, peuapeu weggespült. Das S100 nicht.

Demzufolge ist das Kettenspray super sparsam in der Anwendung. Bei der Inno.

Ich schließe mich also Karls Empfehlung für das S100 Kettenspray uneingeschränkt an :up2: Tolle Sache :prost2:

Gruß
Bernd
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Re: Kettenpflege

Beitrag von trackcrasher » Mo 19. Mär 2018, 21:23

Hab mir mal im Angebot ein Kettenmax Pflegeset gekauft: https://www.louis.at/artikel/kettenmax- ... 1347a6fb39
Damit wird die Kette zuerst mit Reiniger mittels Bürsten vom Fettdreckmix befreit und dann das Fett mit eben diesen Bürsten gleichmäßig auf der Kette verteilt.
Als Schmiermittel findet ebenfalls S100 weißes Kettenspray Anwendung. Funktioniert tadellos :up2:

Wenn man aufpasst, kriegt mans ohne Patzen und sogar ohne schwarze Finger hin!

Ich wende es nach jedem Waschgang mit dem Hochdruckreiniger an (bei der CBF600 ca. alle 1000-1500 km) bzw. vorm einwintern. Nach 27000km ist kein Kettenverschleiß zu erkennen - zeigt also Wirkung.
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