Reifenwahl und Luftdruck

Harri
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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von Harri » Di 15. Mai 2018, 14:15

Metzelsuppe hat geschrieben:
Mo 14. Mai 2018, 22:02
Karl hat Recht. Keine Reifenbindung? Mischbereifung kein Problem.
Mit Reifenbindung hat das nix zu tun und ganz so einfach ist es nicht. Es ist mir auch egal wie der Einzelne das handhabt.

Das erste Problem ist schonmal, daß der 70/90 17 Vorderreifen nicht mit der vom Fahrzeughersteller angegebenen Größe übereinstimmt und wenn es ganz richtig sein soll, dann gilt:
entweder
man nutzt jetzt die Freigabe des Reifenherstellers und da ist bei dieser Vorderreifengröße derzeit nur die reine Verwendung city pro vuh bzw reine Verwendung Pilot Street vuh aufgeführt
oder
man läßt die Kombination City pro/street pilot eintragen, sofern man jemand findet.

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Motorradverrückter
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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von Motorradverrückter » Di 15. Mai 2018, 17:50

Pille hat geschrieben:
Di 15. Mai 2018, 11:29
Bin auch auf dem Pilot Street Trip und habe für Innova, cb125f und nc750s je einen vorderen und zwei hintere bestellt. ging so Richtung 500euro :sick:

Ich fahre meinen Fuhrpark halt recht gleichmäßig verteilt und so verschleisst halt alles auch recht gleichmäßig. Das geht eine ganze Weile so sehr gut und man muss nix ausgeben. Und dann kommt alles auf ein mal. :lol:


So ändert sich manches mit der Zeit..
Vielleicht gibt es ja Mengenrabatt :laugh2:

Schön, dass ich bestätigt werde. Welche Reifen fährst du auf welchem Auto

Hmmm, vielleicht fange ich ja auch noch mal an mit putzen. Immerhin fahre ich ja auch im Regen und das gröbste geht auch so weg und alle 3 Monate wird auch mal das Auto mit Spüli auf dem Waschplatz in der Garage gesäubert :laugh2:
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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von the-dude » Di 15. Mai 2018, 22:52

Harri hat geschrieben:
Di 15. Mai 2018, 14:15
Metzelsuppe hat geschrieben:
Mo 14. Mai 2018, 22:02
Karl hat Recht. Keine Reifenbindung? Mischbereifung kein Problem.
Mit Reifenbindung hat das nix zu tun und ganz so einfach ist es nicht. Es ist mir auch egal wie der Einzelne das handhabt.

Das erste Problem ist schonmal, daß der 70/90 17 Vorderreifen nicht mit der vom Fahrzeughersteller angegebenen Größe übereinstimmt und wenn es ganz richtig sein soll, dann gilt:
entweder
man nutzt jetzt die Freigabe des Reifenherstellers und da ist bei dieser Vorderreifengröße derzeit nur die reine Verwendung city pro vuh bzw reine Verwendung Pilot Street vuh aufgeführt
oder
man läßt die Kombination City pro/street pilot eintragen, sofern man jemand findet.
Das ist dann wohl der Unterschied von der Honda CUB zur Suzuki CUB.

Bei mir steht 70/90-17 und 80/90-17 (Suzuki Address FL 125 WVCM).
Das entspricht exakt den Größen des Michelin City Pro und des PilotStreet, weshalb ich ohne Freigabe rumfahre.
Das macht doch kaum Sinn, welches Mopped fährt schon sonst mit solchen Reifen rum?
Von der Address gibts doch gerade mal 550 Stück in Deutschland.

Somit dürfte der Kombination beider Reifentypen nichts im Wege stehen.
Ich werde das auf jeden Fall mal testen, wenn es wieder so weit ist und sich nichts anderes ergibt, doch mein aktueller Hinterreifen hat auch erst 1.000km runter.
Der letzte hat 5750km gehalten, es wird also noch ein bisschen dauern bis ich das ausprobieren kann.
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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von Pille » Mi 16. Mai 2018, 13:07

Wenn die original Reifengröße passt dann geht das.
Ansonsten gilt exakt wie Harri es ausführte.

Im PKW Bereich laufen bei mir (aktuell auf 2 Dacia Duster) Michelin Latitude Tour HP.
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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von teddy » Mi 16. Mai 2018, 19:50

Pille hat geschrieben:
Mi 16. Mai 2018, 13:07
Wenn die original Reifengröße passt dann geht das.
Wobei ich mich schon seit Beginn dieses Freds abfrage, welche weltfremden Behoerden sich sowas ausgedacht haben.
In saemtlichen Zulassungspapieren - auch bei PKW's, LKW's usw. - steht immer nur was ueber die Felgengroesse und die damit verpflichtend eingehende Reifengroesse vorgeschrieben. In erster Instanz logisch, einen 18"-Reifen auf die Inno montieren waere ja wirklich Bloedsinn.
Aber ich vermisse irgendeine extra-Bestimmung, dass innerhalb gewisser Abmessungs-Toleranzen auch andere Reifen aufgezogen werden duerfen, WENN dies der Verkehrssicherheit zutraeglich ist. Geht es nicht eigentlich darum, dass Unfaelle/Ausrutscher minimiert werden?
Gruesse, Peter.

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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von Harri » Mi 16. Mai 2018, 20:51

teddy hat geschrieben:
Mi 16. Mai 2018, 19:50
Aber ich vermisse irgendeine extra-Bestimmung, dass innerhalb gewisser Abmessungs-Toleranzen auch andere Reifen aufgezogen werden duerfen, WENN dies der Verkehrssicherheit zutraeglich ist.
Du regst Dich zu Unrecht auf, denn genau das ist in Deutschland seit ca 4 oder 5 Jahren der Fall. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte aber soetwas wie eine "Beweislastumkehr".
Ich spiele mal den Erklärbär, um das mal etwas verständlicher zu machen, was da passiert ist. Ich kann aber wirklich nichts dafür, daß die Regelungen so sind.
Das heißt der Halter ist für eine "geeignete Bereifung" verantwortlich. Das Problem ist seitdem der Nachweis, welche Bereifung nun geeignet ist. Da wird der Halter jetzt alleine gelassen, da eine Aussagen wie
"Ich bin seit hunderttausend Jahren mit dem Moped unterwegs, bin der größte Reifentester der Nation und finde den (oder einen anderen) Reifen gut"
nicht ausreicht.
Realistisch sind also nur Fahrzeug-/ Reifenherstellerangaben oder Begutachtungen für die Eignung verwertbar.
- Die F- Hersteller erzeugen leider, wenn ein Fahrzeug in die Jahre gekommen ist und oftmals sogar bestimmte Reifen nicht mehr erhältlich sind, normalerweise keine Ersatzvorschläge mehr, weil er kein Interesse mehr hat und lieber neue Fahrzeuge verkaufen mnöchte.
- Das Neue, vor wie gesagt ca 4 Jahren, ist, daß seitdem der Reifenhersteller Freigaben erstellen kann, die sogar auch andere Größen umfassen. Das war vorher nicht so und mit diesen Freigaben muß man dann auch nichts mehr eintragen. Diese Freigaben erstellt der R-Hersteller verständlicherweise, aber nur für seine eigenen Reifen und legt dabei auch eine "vorne und hinten Kombination fest. Die Folge ist, daß damit faktisch so (ohne weitere Begutachtung) keine Mischbereifung mehr möglich ist. Diese Freigaben beziehen sich aber immer nur auf ein unverändertes Fahrzeug mit der deutschlandspezifischen ABE/EU Zulassung.
-Eine weitere Möglichkeiten sind da die Begutachtungen durch TÜV/Dekra im Sinne einer Eintragung. Die machen das aber auch nicht mehr gerne bzw sind teilweise intern angehalten, das nicht mehr zu tun. Das ist zB immer erforderlich, wenn man ein Fahrzeug mit dem Typschlüssel 0000 hat, also Grauimport oder Einzelzulassung (es ist auch dann erforderlich wenn das grau importierte Fahrzeug exakt dem "deutschen Modell" entspricht).
- Theoretisch wäre auch eine Stellungnahme durch einen "Reifengutachter", den man selber beauftragt möglich. (Die Begutachtungen durch den R- Hersteller sind ja auch nix anderes).

Bei kleiner 120km/h wird die Sache, obwohl möglich, normalerweise nicht so heiß gegessen.
Zielgruppe dieser Veränderungen sind m.M. die eine Zeitlang reihenweise durchgeführten Austragungen der R- Fabrikate bei Hochgeschwindigkeitskräder. Da hat man einerseits Muffe bekommen, daß da eine Kombination doch nicht passt, andererseits wußte man aber nicht wie man diese Pauschalaustragungen wieder wegbekommt.
Aus diesem Grunde sind die früher für Geld ausgetragenen Reifenfabrikate mittlerweile vollkommen wertlos geworden, denn der Nachweis der Eignung muß dennoch wie oben auch hier erbracht werden.
Zuletzt geändert von Harri am Mi 16. Mai 2018, 21:03, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von Pille » Mi 16. Mai 2018, 21:00

Ich fasse noch mal kurz zusammen:
Reifengrösse entspricht der Herstellerfreigabe:
Alles geht.
Andere Reifengrösse UND Fabrikat entsprechen
der Freigabe des Reifenherstellers: GENAU das geht.

Alles andere ist Verhandlungssache beim Tüv für eine Eintragung. Das kann funktionieren muss es aber nicht.

Exkurs dazu:
Ich habe zb für meine Wave vor Jahren Zollgrössen eingetragen bekommen, allerdings mit der Auflage dann die gleichen Reifen vorne und hinten zu montieren. Also Hersteller und Modell müssen gleich sein.
Die Speed und Lastindex Vorgaben wurden soweit wie möglich runter gerechnet.

Soweit ich weiss ist das bisher einzigartig.
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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von Harri » Mi 16. Mai 2018, 21:16

Pille hat geschrieben:
Mi 16. Mai 2018, 21:00
Ich fasse noch mal kurz zusammen:
Reifengrösse entspricht der Herstellerfreigabe:
Alles geht.
Wie oben schon aufgeführt geht das jetzt leider eben nicht mehr

Bei einer Inno ist das Auffallen mit soetwas eher unwahrscheinlich. Aber nicht alle Polizisten haben einen an der Waffel und sind blöd. Da gibt es auch echt fitte Jungs und wenn Du mit Fahrzeugen die sich im Geschwindigkeitsbereich über H (>210km/h) untwegs bist und in eine spezialisierte Mopedkontrolle kommst, dann wissen die Jungs mindestens 90 % der Sachen die zumindest Reifen oder Auspuff /Luftfilter/ Übersetzungen betreffen (und erst recht die üblichen).

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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von Karl Retter » Mi 16. Mai 2018, 22:31

Dass der City Pro vorn und der Pilot Street hinten nicht funktioniert ist nicht bewiesen, der Erstreifen ein Dunlop auf meiner Inno, ein sogenannter Holzreifen schon. Der Reifen hat mir bei Kälte und Regen fast das Leben gekostet.
Was Gesetz und Wirklichkeit aussagen sieht man am besten an der Zulassung einer manipulierten Dieselsoftware mittels ABE.
Nicht alles was verboten oder zulässig ist das ist auch sinnvoll.

Gruß Karl

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Re: Reifenwahl und Luftdruck

Beitrag von Motorradverrückter » Do 17. Mai 2018, 00:12

Es kommt immer auf das Fahrzeug an und wo man sich bewegt.
Mit der Inno fällt man durch jedes Suchraster.
Rund um meinen Wohnort wird gerne mal das eine oder Andere Straßenrennen gefahren( Hörweite) aber auch Partysüchtige nutzen die Route. Also viel Zivilpolizei ubd manchmal auch ,,Check-Points" Mit der Hsun wurde ich bisher genau einmal angehalten, als mir auf dem Weg von Köln nach München gerade das Rücklicht verreckte und die Lampe flackerte und mal ging ganz normal und dann gar nicht. Wurde mit ,,Bitte Folgen" begrüßt. Dachte erst, denen gefällt meine Aerodynamische Sitzposition nicht, um den Windschatten eines LKW zu erreichen.

Kirze Erklärung, ja alles klar, danke und weiter gings. Sehen wollten die von mir nichts.

An den Check-Points werde ich mit der Hsun immer durchgewunken. Einmal erkannte ein Polizist die Hsun mit den Worten. ,,Hey, die Dinger fahren viel in Thailand rum. Machen echt Spaß!" ,,Hmm ja, ist von dort importiert ubd mit Sondergenehmigung vom KBA bla bla, gab es hier auch von Honda als Innova." ,,Coole Sache, viel Spaß"
Kein Führerschein nichts wurde benötigt.

Mit dem Fiat Cinquecento hält mich jede 2. Zivilstreife an und auch für normale Streifenwagen, falle ich ins Raster. Da erlebt man von A-Z alle möglichen Polizisten. Die meisten sind locker und aufgeschlossen und spätestens wenn ich das Ledertäschchen mit gefühlt 20 Fahrzeugscheinen aufklappt, kommt man ins Gespräch.
Es gibt aber auch die Anderen.

Die amüsanteste Kontrolle hatte ich bisher, als ich rostige Bremsen für den TÜV freibremsen wollte. Ich und mein ab und zu großes Maul. :laugh2:


Lange Rede kurzer Sinn. Mit der Inno hast du nichts zu befürchten. Thrifter fährt seit Jahren mit eigenbautem an seiner Inno.
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