Motorschaden nach 30.000 km

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Atomo
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von Atomo »

Der Motor meiner für 300€ gekauften Erstatzwave sah ähnlich bis schlimmer aus. Kolben fast gar nicht mehr vorhanden, dafür aber überall eine gummiartige Pampe die in jeder Ritze und Lager zu finden war. Motor kpl auseinander gebaut und alle Lager inkl. kpl. Kurbelwelle gewechselt. Aber irgendwie schaffe ich es seit fast 2 Jahren nicht den Arsch hochzukriegen und den Motor wieder mit 123ccm Satz, zu komplettieren (Wäre ja scharf drauf ob es einen Unterschied zum originalen 110ccm gibt). Ist ja auch keine Not, die andere Wave läuft ja bestens.
:inno2: Ein Leben ohne CUB ist möglich, aber sinnlos. :inno:

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Ludi
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von Ludi »

GrafKrolock wenn du keine Lust hast den Motor zu zerlegen machs wie Theo, kannst dich einlesen unter „Wave“, „Mängel“ der 8te Beitrag von oben.
Theo hatte einen Motorschaden bei Km 1125 durch Ölmangel und hat anschliessend für 450,-€ nur Kolben mit Ringe, Zylinder und Ventile erneuert. Mit knapp 8TKm hat er dann die Wave verkauft und ich denke die läuft immer noch.
In deinem Fall würde es sogar weniger kosten, wenn du nur Kolben, Kolbenringe und Schraube Nockenwellenrad kaufen musst.
Mit ein bisschen Glück fährt deine Wave weitere 30TKm oder noch mehr.
Gruß
Ludwig
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Fortes fortuna adiuvat!

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werni883
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von werni883 »

Servus,
1. Junge Wave kaufen. 2.Teile umbauen in Richtung Optimierung. 3. Teileträger um runde 300 verkaufen.
4. Die Saison geniessen.
werni883
Upps: "Bevor du den Pfeil der Wahrheit abschießt, tauche zuvor seine Spitze in Honig."
1. Nimm nichts für selbstverständlich,
2. Prioritätenreihung,
3. Je unklarer die Lage ist - desto größer sollen die Reserven sein.

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Bernd
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von Bernd »

werni883 hat geschrieben:
So 10. Jun 2018, 19:46
Servus,
1. Junge Wave kaufen. 2.Teile umbauen in Richtung Optimierung. 3. Teileträger um runde 300 verkaufen.
4. Die Saison geniessen.
werni883
:up2: das würde ich auch so machen.

Gruß
Bernd
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Fritten-Robert
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von Fritten-Robert »

Ludi hat geschrieben:
So 10. Jun 2018, 19:24
GrafKrolock wenn du keine Lust hast den Motor zu zerlegen machs wie Theo, kannst dich einlesen unter „Wave“, „Mängel“ der 8te Beitrag von oben.
Theo hatte einen Motorschaden bei Km 1125 durch Ölmangel und hat anschliessend für 450,-€ nur Kolben mit Ringe, Zylinder und Ventile erneuert. Mit knapp 8TKm hat er dann die Wave verkauft und ich denke die läuft immer noch.
In deinem Fall würde es sogar weniger kosten, wenn du nur Kolben, Kolbenringe und Schraube Nockenwellenrad kaufen musst.
Mit ein bisschen Glück fährt deine Wave weitere 30TKm oder noch mehr.
Hi,

ich würde es auch wohl so machen wie Ludwig, ggf. ohne neue Ventile. Allerdings zusätzlich Ölzentrifuge kontrollieren und Ölpumpe reinigen, auf Verschleiß checken und ölgeträngt wieder einbauen bzw. ggf. tatsächlich ersetzen. Dann mit neuem Öl 50km fahren und nochmal Ölwechsel. Das abgelassene Öl jeweils auf Partikel checken. Magnetische Ölablaßschraube vom Kellerharrer montieren.

Gruß
Rob
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Motorradverrückter
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von Motorradverrückter »

die magnetische brauchts nicht. Wirklich aussagekräftige Mengen an Partikeln oder Körner findet man auch so in dem bisschen Öl
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GrafKrolock
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von GrafKrolock »

So Leute, danke nochmal für Eure Tips. Mühle läuft wieder, hoffentlich einigermaßen von Dauer. Folgendes hab ich getan:
1. Öl raus -> keinerlei Spähne, Dreck oder sonstiges erkennbar, Öl gewohnt schwarz, aber ohne feste Substanzen
2. Ölpumpe geprüft
3. Defekten Zylinder und Kolben ab
4. Pleuelauge innen poliert, da der alte Kolbenbolzen hier ebenfalls festgefressen war -> potentieller Schwachpunkt, aber Kurbelwelle ersetzen fand ich Overkill
5. Neuen Kolben und Zylinder drauf, diesmal 130 ccm

Zu Punkt 4: Meine bisher zerlegten Roller hatten immer ein Nadellager oben im Pleuel, die Wave hat nichts dergleichen, dort ist das ein reines Gleitlager.
Findet die Drehbewegung Pleuel/Kolben eigentlich vorrangig zwischen Pleuel und Kolbenbolzen oder zwischen Bolzen und Kolben statt? Oder beides? Auch wenn der Kolben sich leichtgängig schwenken lässt, so irritiert mich doch die im Vergleich zu einem Setup mit Nadellager verhältnismäßige Schwergängigkeit des Kolbenbolzens im Pleuel. Geht zwar auch mit öligem Finger, aber eben nicht so "federleicht" wie ich das kannte. Wie ist das zu beurteilen?
Zuletzt geändert von GrafKrolock am Mo 18. Jun 2018, 15:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Bastlwastl
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von Bastlwastl »

hallo

ich denke du meintest kolben und nicht zylinder .
grundsätzlich dreht sich alles am pleuelauge , auch wenn sich der bolzen selbst eventuell im kolben selbst drehen kann.

es gibt auch falls bei dir dabei eine einbaurichtung wie man die clips am bolzen in den kolben einbauen soll . dies auch beachten
da sich die clips tatsächlich durch die auftretenden kräfte sonnst lösen können .

ansonnsten bin ich gespannt wie lange sie läuft ! hoffe lange :-)
"Ich danke allen, die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben."

GrafKrolock
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von GrafKrolock »

Ja, hast recht, ich hab es im Text korrigiert.
Die Clips sind natürlich gemäß Anleitung montiert.

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werni883
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von werni883 »

Servus,
Das schaut nach gelungener Op aus. Sag uns bitte, was im Sieb und in der Zentrifuge war.
werni883
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von GrafKrolock »

Hallo Werni, es war nichts drin. Zum Glück.
Werde trotzdem zeitnah einen ersten Ölwechsel machen, um etwaigen Dreck rauszuspühlen.

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werni883
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von werni883 »

Servus,
wenn bei korrektem Ölstand der Kolben anreibt, kann das so sein. I tät jetza min. Öl nehma. werni883
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Fritten-Robert
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von Fritten-Robert »

Bastlwastl hat geschrieben:
Mo 18. Jun 2018, 15:18
...
es gibt auch falls bei dir dabei eine einbaurichtung wie man die clips am bolzen in den kolben einbauen soll . dies auch beachten
da sich die clips tatsächlich durch die auftretenden kräfte sonnst lösen können .

ansonnsten bin ich gespannt wie lange sie läuft ! hoffe lange :-)
Moin Bastel,

klär mich mal auf.

@Themenstarter: der Kolbenbolzen hatte im Pleuelauge gefressen? Das wundert mich und macht mir ein wenig Angst...

LG
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GrafKrolock
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von GrafKrolock »

Ja, aber nur in der Mitte. Es sah so aus, als ob sich irgendwie ein winziges Stückchen Aluminium in eines der beiden kleinen längsseitigen Öl-Löcher des Pleuelauges geschmuggelt und sich dann mittig eingefressen hätte. Der neue Bolzen war von beiden Seiten einschiebbar, aber stockte in der Mitte.
Eventuell war das sogar der Auslöser des Ganzen und führte zum Heißlaufen. Aber wer weiß das schon?
Mit einer feinen Diamantrundfeile ließ sich der entstandene Grat jedenfalls wegpolieren, aber man wird sehen, ob die Geschichte auf Dauer rund läuft.

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Sachsenring
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Re: Motorschaden nach 30.000 km

Beitrag von Sachsenring »

selbiges Problem hatte ich vor Jahren an einem Innovamotor, der ebenfalls an Ölmangel starb.

Habe mir eine 12mm Reibahle mit Verstelldorn zugelegt und die Bohrung geräumt.

Aber auch nicht verwunderlich, dass irgendwo was anreibt, wenns Öl fehlt :shock:

LG
MM
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