Reifenprofil hinten

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sivas
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Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von sivas »

Der Grip eines Reifens wird nicht nur von diesem selbst bestimmt, sondern auch von dem Material, auf dem er haften soll. Der beste Slick für Asphalt bringt auf angetautem Eis ... gar nix.
thrifters Beirtrag werd' ich mir ausdrucken und zu den (kopierten) Papieren dazutun. Mal sehen, ob das bei der nächsten Kontrolle überzeugt.
Täter

SC71

Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von SC71 »

Genau: nenne Ross und Reiter für ein Grundsatzurteil!

Ja, aber nein, aber ja, aber nein, Herr Staatsanwalt, im öffentlichen offiziellen Honda (Innova) Forum hat ein sog. THRIFTER versichert, ich könne damit noch in die Ukraine und zurück, und ich solle mich nicht so anstellen wie ein gewisser HARRI, das habe ich getan! Und jetzt kommen SIE mir hier mit MINDESTPROFILTIEFE!

SIPPENHAFT für GEWEBESPEZIALISTEN!

https://youtu.be/j91FSm-q-Tk
_20200628_074520.JPG
(für Vicky "Quängel" Sivas hab ich ebenfalls das gewünschte Foto mit beigefügt...)

Ja, aber, nein, aber ja, aber Nein.... Herr Staatsanwalt!

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werni883
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Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von werni883 »

Servus,
@ thrifter: genau so ist es!
.
Im Zug der Ostöffnung ab 1989 kamen die Leute "natürlich" mit abgefahrenen Reifen nach AT. Sie kannten es nicht anders. Da AT schon damals 1/16" (Zoll) = 1,6 mm hatte... und damals das den Kraftfahrer nicht zugemutet werden konnte (und die in ihren Heimatländern andere Vorschriften hatten {z. T. genügte es, überhaupt sichtbares Profil zu haben} ) kam ein Erlass für eine Ungleichbehandlung heraus!
.
Damals gab es auch keine Winterbereifungspflicht, sodass Autos mit ~ 1,7 mm Normalreifen auf Glatteis fuhren und direkt von der ÖAMTC Begutachtung kamen.
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Man darf die Wirtschaft in unseren "reichen" Ländern nicht vergessen, Fabriken, Werkstätten, alle sollen gut leben.
werni883

ps: die beanstandeten Ostblockfahrer kauften auch in der Regel gebrauchte Reifen.

.
frei nach Torberg: "der Ewige möcht' uns behüten von allem, was (nach Meinung der Kanzlerin der Herzen) alternativlos ist."

SC71

Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von SC71 »

Honda Innova Forum = Eine Horde von Ostblockfahrern (oder deren Nachkommen)

Anders kann ich mir den niedrigen Kostenposten für Reifen bei 100000km nicht erklären.

Österreich: sog. Sandler....

Torsten
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Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von Torsten »

SC71 hat geschrieben:
So 28. Jun 2020, 08:06
Österreich: sog. Sandler....
Nicht nur in Österreich, sondern auch im schönen Bayern bezeichnet man mit "Sandler" einen Nichtsnutz, Tagedieb, Schnorrer. Die genaue Bedeutung ist Obdachloser, was aber heute sehr selten auf jemanden zutrifft, den man einen Sandler nennt.

Das Adjektiv, das Du gerne verwenden würdest, wenn Du dem südlichen Idiom mächtig wärst, wäre "gnickert" oder auch "grochert". Letzteres nicht zu verwechseln mit "ruachad" oder dem "Ruach", weil zum Ruach sein ein gewisser finanzieller Hintergrund gehört. Dagobert Duck wäre ein Alpha-Ruach.

Schönen Sonntag!
(Was benutzt ihr eigentlich für ein Öl?)

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Mister L
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Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von Mister L »

teddy hat geschrieben:
Sa 27. Jun 2020, 20:11
Der Reifengrip setzt sich zusammen aus Reiboberflaeche (mit oder ohne Profilhilfe) und Reibkoeffizient des Gummis.
Nicht ganz: Der Haftreibungskoeffizient (ein Reibbeiwert) gibt genauso wie der Gleitreibungskoeffizient (wenn du mit blockierenden Rädern gleitest) die Haftung zwischen zwei Körpern an. Also: Kein Reifen hat nen Haftreibungskoeffizient und keine Fahrbahn. Aber zwischen einem Reifen und der Fahrbahn gibt es einen solchen Wert.
Dieser ist dimensionslos und bei μ=1 kannst du -gripseitig- maximal mit der Erdbeschleunigungskonstante beschleunigen, bremsen oder Kurven fahren.
Wenn sich der Reifen besonders verzahnt, wie ganz besonders bei Rennbereifung auf extrem griffigen Oberflächen, kommt man über 1. Und hier steckt auch die Reifenoberfläche mit drin: Ein besonders breiter Reifen verzahnt sich bei trockener Straße mehr und kann μ erhöhen; auf nasser Straße kann dies aber nachteilig sein. Effekte unterschiedlicher Oberflächengröße stecken also auch in μ mit drin.

Zusätzlich wirken Abtrieb, Luftwiderstand.
Aber mal zurück zu μ=1: Das ist schon ganz gut und bei μ=0,5 verdoppelt sich der Bremsweg, bei μ=2 halbiert er sich rechnerisch.

Es kann durchaus sein, dass sich die Haftung bei abgefahrenem Reifen erhöht, bspw. bremsen abgefahrene Winterreifen auf trockener Straße besser, weil die nicht mehr so großen Profilblöcke nicht mehr so walken und der Reifen sich durch größere Aufstandsfläche mehr mit der Fahrbahn verzahnt. Das sieht bei geänderter Fahrbahn (Nässe, vielleicht gar Schnee) wieder ganz anders aus.
Also je nach Bedingung kann der Koeffizient steigen oder sinken.
Eins ist klar: Ein ausgehärteter Reifen hat in der Regel deutliche Nachteile.
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sivas
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Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von sivas »

Torsten hat geschrieben:
So 28. Jun 2020, 10:16
Was benutzt ihr eigentlich für ein Öl?
Rapsöl.png
Mister L hat geschrieben:
So 28. Jun 2020, 10:22
Der Haftreibungskoeffizient gibt die Haftung zwischen zwei Körpern an.
Hab' ich zuvor bereits geschrieben :aetsch:
Zuletzt geändert von sivas am So 28. Jun 2020, 10:30, insgesamt 1-mal geändert.
Täter

Torsten
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Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von Torsten »

sivas hat geschrieben:
So 28. Jun 2020, 10:25
Torsten hat geschrieben:
So 28. Jun 2020, 10:16
Was benutzt ihr eigentlich für ein Öl?
Rapsöl.png
Und welchen Haftreibungskoeffizient (Reibbeiwert) hat das so?

Harri
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Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von Harri »

Was soll jetzt diese künstlich angezettelte Pseudodiskussion der Schwafler, wer jetzt was gesagt hat. Ihr verliert den Blick aufs wesentliche.

Es ist doch ganz einfach:
Wenn es um die Erfüllung der Vorschrift geht, dann stehen halt die vorgeschriebenen Minmalwerte 1,6mm /1mm für Mopeds und es lohnt sich nicht zu diskutieren.
Man wechselt einfach den Reifen bevor die Grenzwerte erreicht sind.
Wenn man jetzt etwas weiter fahren will, dann muß man kalkulieren, ob man mit dem was man noch drauf hat auskommt oder nicht.
Wenn man absehbar nicht damit auskommt, dann muß man halt unterwegs wechseln. Wenn man unterwegs nicht wechseln will und zweifelt, dann wechselt man halt vorher.

"Ableitung des Wassers", "Eis" oder "Alter des Reifens" (beim PKW auch Winterreifen oder der dann geforderten Mindestprofiltiefe) haben überhaupt nichts mit der Vorschriftenlage zu tun.

Worüber man m.M. allenfalls mal diskutieren könnte, wäre, ob es nicht sinnvoll wäre, wenn die Reifenindustrie bei Reifen ohne Mittelrille, Verschleißanzeiger wie beim Slick einführt, um die Entscheidung zu erleichtern, wann das "Profil" im nicht abschätzbaren Bereich abgefahren ist. Dann gäbe es auch nicht die eingangs durch den Threaderöffner gestellte Frage. Zu warten bis die Leinwand durchkommt ist doch auch nicht das wahre.
Zuletzt geändert von Harri am So 28. Jun 2020, 10:37, insgesamt 1-mal geändert.
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sivas
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Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von sivas »

Torsten hat geschrieben:
So 28. Jun 2020, 10:30
Und welchen Haftreibungskoeffizient (Reibbeiwert) hat das so?
Ein einzelner Stoff hat keinen Haft-/Gleitreibbeiwert, man kann ihn nur für zwei Stoffe angeben. Öl zwischen diesen Stoffen ... :think: ... erhöht ihn :sonne: :prost2:
Zuletzt geändert von sivas am So 28. Jun 2020, 10:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Mister L
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Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von Mister L »

thrifter hat geschrieben:
Sa 27. Jun 2020, 15:41
Ich behaupte mal rotzfrech, daß bei CUB-gängigen Reifenbreiten und Fahrgeschwindigkeiten das Profil auch bei Starkregen praktisch keinen Einfluß hat. Mit dem Restprofil, bei dem Harri schon Überlebensängste plagten, wäre ich unsere Ukrainetour unbesorgt noch ein zweites Mal gefahren. Wenn das Gewebe rauskommt, leidet halt nur der Haftbeiwert und vorher schon die Durchstichsicherheit.
Satz 1 würde ich so unterschreiben, Harris Reifen kenne ich nicht.
Ein Motorradreifen, speziell ein so schmaler bei einem so langsamen Motorrad, benötigt kein Profil zur Wasserverdrängung, v.a. weil er ja rund ist und das Wasser bereits zu den Seiten abführt.
Dennoch kann Profil dort was bringen, dann müsste es aber so aussehen wie bei Regenrennbereifung und nicht wie beim Großteil der Motorradbereifung. Da gehen Profilrillen kreuz und quer, in der Mitte manchmal gar nichts und dann auch nicht zum Rand oder es gibt gar nur ein paar "Schnitte" hier und da.

Profil hat aber auch noch andere Funktionen, bspw. hat die Mittelrille fahrtechnische Folgen. Profil kann Schmutz aufsammeln und sich in den Untergrund drücken und so auch Grip auf unbefestigten Fahrbahnen bieten. Profil lässt die -blöcke mehr oder weniger walken und kann einen Reifen eher oder weniger schnell erwärmen. Und: Profil ist ein Designelement und wirkt verkaufsfördernd.

Ich fände es beim Motorrad deshalb auch nicht besonders riskant, etwas weiter runterzufahren als 1,6mm oder 1mm. Beim Auto würde ich aber immer empfehlen, deutlich vorher wechseln.
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Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von Harri »

Was haben denn "Haft-/Gleitreibbeiwert" mit der Vorschriftenlage zu tun?
25.2 , strahlender Sonnenschein 23 ° in der Sonne, leider zwar wenig, aber immer noch Salz auf der Strasse ->WW (Wave Wetter)

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sivas
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Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von sivas »

Wenn dieses Dingens unter einen gewissen Wert fällt, muss die Straße gesperrt werden.
Im Odenwald -auf den berüchtigten Motorrad-Rennstrechen- verringerte man diesen Wert Samstag früh durch Auftragen von Unmengen von Split !
Zuletzt geändert von sivas am So 28. Jun 2020, 10:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Mister L
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Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von Mister L »

Harri hat geschrieben:Wenn es um die Erfüllung der Vorschrift geht, dann stehen halt die vorgeschriebenen Minmalwerte 1,6mm /1mm für Mopeds und es lohnt sich nicht zu diskutieren.
Man wechselt einfach den Reifen bevor die Grenzwerte erreicht sind.
Wenn man jetzt etwas weiter fahren will, dann muß man kalkulieren, ...
1. Vorgeschriebene Werte sollte man einhalten, richtig und rechtzeitiges Wechseln sollte man vornehmen, sehe ich auch so.
2. Wenn Diskussionen nicht lohnend seien und du es dennoch folgend diskutierst, dann dürfen aber andere auch, oder?
Denn 3.: Es ging nicht um Legalität, sondern die Abschätzung von Gefahren beim Fahren eines nicht mehr legalen Reifens. Da wird ein Reifen nicht innerhalb von 0,1mm von super zu lebensgefährlich. Und manchmal ist man auf Reisen und kann gerade nicht wechseln.

Und: Wer sparsam ist und gern effizient seine Verschleißteile nutzt, hat dafür sicher genauso Gründe wie jemand, der vorzeitig wechselt. Mir wäre es genauso fremd wie jemandem vorzuhalten, er wechsele vollkommen unnötig ständig Öl und putze zu oft die Innenseiten der Auspuffblende. Das mag manndoch individuell ganz unterschiedlich einschätzen.
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Re: Reifenprofil hinten

Beitrag von sivas »

Wie uns der § 36 StVZO lehrt, müssen die Reifen eines Fahrrades mit Hilfsmotor gleichfalls eine Profiltiefe von mindestens 1 mm aufweisen. E-Bikes mit Versicherungskennzeichen zählen dazu, weil die Antriebskraft ab 25 km/h überwiegend vom Motor aufgebracht wird.

Weiss jemand welche Profiltiefe da der Neureifen hat ?
Ist die Reifengröße in der Betriebserlaubnis eingetragen ?
Täter

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