Helm?!

Über was man sonst noch redet
Ramon Zerano
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Helm?!

Beitrag von Ramon Zerano » Mo 2. Jul 2018, 14:21

Hallo,

als bald zukunftüger wohl CUB-Treiber möchte ich mir in Bälde einen neuen Helm kaufen. Mein jetziger ganz normaler Helm ist einfach schon zu oft der schweren Kraft zum Opfer gefallen.
Welches Fabrikat würdert ihr empfehlen, um einen passenden Auftritt in Einklang mit dem CUB-Design zu gewährleisten?

Der Kopfschutz soll auch bei kälteren Temperaturen nicht zum Erfrieren des Inhaltes führen.

Schön wäre wie so immer bei mir etwas Japanisches!

harryguenter
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Re: Helm?!

Beitrag von harryguenter » Mo 2. Jul 2018, 14:43

  • Wenn Du mit der Schwerkraft herunterfallen meinst: Tatsächlich kann ein einziges Runterfallen zu Haarrissen im Helm führen, die im Falle eines Falles dafür sorgen dass Dein Kopf nicht mehr ausreichend vom Helm geschützt werden kann. Ich bin da persönlich sehr penibel und sorge stets dafür dass herunterfallen ausgeschlossen ist (was unten liegt kann z.B. nicht fallen). Leute wie ich tauschen den Helm auch gnadenlos aus wenn sie mitbekommen dass er einmal heruntergefallen ist. (meine Birne ist mein Humankapital)
  • Der Kunststoff wird durch UV Licht (Sonne) irgendwann auch spröde. 5-10 Jahre sollte das äußerste für einen Helm sein. Da gibts auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Materialien.
  • Jethelme sind zwar praktisch, lassen aber im Falle eines Falles große Gesichtsteile ungeschützt. Will sagen das Gehirn wird zwar ganz gut geschützt, aber die Komplettsanierung Deiner unteren Kinnlade ist weder schön noch billig.
  • Klapphelme sind praktisch, aber gute teuer und billige nicht unbedingt gut. Als Brillenträger fummel ich lieber die Brille nach dem Aufsetzen eines Standardintegralhelms rein. Wie gut das geht ist z.B. auch ein Entscheidungsgrund.
  • Empfehlenswert ist auf jeden Fall ein integriertes Sonnenvisier! Das ist einfach so megapraktisch immer eines Sonnenbrille auf Hebeldruck dabeizuhaben.
  • Ansonsten würde ich auf Passgenauigkeit, bequemen und sicheren Sitz sowie ggfs. noch Laustärke der Windgeräusche beim Fahren achten.
Ich würde mich nicht vorab auf Marken fixieren.
Mein Merkspruch: Nicht Du suchst den Helm, sondern der Helm sucht Dich aus (weil er am Besten passt, leise ist, ...). Tatsächlich ist hier gute Beratung im Geschäft empfehlenswert, wenn man nicht schon einige Helme gekauft hat.

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Bastlwastl
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Re: Helm?!

Beitrag von Bastlwastl » Mo 2. Jul 2018, 16:41

denke mehr kann man nicht dazu sagen

sondier den markt und geh testaufsetzen .
es bringt nichts A B und C zu empfehlen wenn er dir dann nicht passt .
"Ich danke allen, die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben."

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Torsten
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Re: Helm?!

Beitrag von Torsten » Mo 2. Jul 2018, 17:01

Klar bringt es was, es gibt gefühlt drei Millionen verschiedene Hüte, wenn man da eine Kaufempfehlung bekommt, kann man explizit diesen empfohlenen ausprobieren.

Meine neueste Mütze fand ich nur aufgrund eines Vergleichstests bei „Motorrad“, auf die Marke und den Typ wäre ich von alleine nie gekommen, was schade wäre. Denn für mich ist es einer der besten, wenn nicht der beste Hut, den ich bislang hatte (Klapphelm LS2 Valiant FF399).

Das Thema Jethelm vs. Integralhelm ist auch schon erschöpfend ausdiskutiert, muss jeder mit sich selbst ausmachen. Auf kurzen Strecken setze ich ausschließlich den Jethelm auf. In dem Fall einen IXS HX 91, eine superbequeme Murmel, nur leider sehr laut und deshalb nichts für längere Strecken mit höherem Tempo.

Links:
https://ls2helmets.com/de/commuter/valiant
https://www.ixs-motorradbekleidung.de/i ... tegory=123

Harri
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Re: Helm?!

Beitrag von Harri » Mo 2. Jul 2018, 17:37

Soll ja jeder machen was er will. Wenn die Diskussion um Jet- oder Integralhelm angezettelt wird, bringe ich gerne dieses Foto zur Entscheidungsfindung.
zwei Helme

Die mit dem schwarzen Helm zuvor gefahrene Geschwindigkeit lag bei 70/80 km/h. Es waren wegen einer kleinen Platzwunde am Kinn nur 4 kleine Stiche notwendig. Ich war am nächsten Tag mit einem Pflaster wieder arbeiten und habe mir am selben Tag den gleichen Helm halt in "weiß" gekauft (und vorhandene Jet- und Klapphelme weggeworfen) .
Davor habe ich übrigens immer behauptet, daß ein Mensch sich im Sturz so dreht und nicht aufs Gesicht fällt. Ist wohl nicht so.

Die oben angesprochene UV- Empfindlichkeit betrifft mehr die Helme aus Thermoplasten. Der von mir gezeigte GFK Helm ist da nicht so empfindlich und durchaus länger tragbar, aber wie lange genau sagt einem keiner. Problematischer ist es, daß die Polsterung sich verbraucht und der Helm dann deshallb wegen schlechten "Sitzes" nicht mehr optimal schützt.

Bohne
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Re: Helm?!

Beitrag von Bohne » Mo 2. Jul 2018, 19:20

Hier meine nicht ganz ernst gemeinte Stilberatung:
Das CUB House verkauft wohl gerne stylische Bell Helme. Die gibt es auch geschlossen, allerdings nicht mit Helmheizung.
Alternativ gibt es auch noch nette themenbezogene Helme von Honda Riding Gear. Die sehen allerdings etwas billiger aus.
Dateianhänge
Bell Bullitt.jpg
Honda Riding Gear.jpg

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Bernd
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Re: Helm?!

Beitrag von Bernd » Mo 2. Jul 2018, 22:03

Ich brauche meinen Jet-Helm als Wind- Wetter- und Fliegenschutz hinter meinem großen Wintergartenwindschild.

Einen Integralhelm will ich nicht, weil er zuviele Fahr und Umwelteinflüsse von mir fern hält. Ich fahre damit, weil er viel leiser als der Jethelm ist, schneller.

Was ist also gefährlicher? bzw. sicherer?
Ein Jethelm, mit dem man, weil man die Umwelteinflüsse mitbekommt, langsamer fährt,
oder ein Integralhelm, der bei einem Sturz zwar besser schützt, mit dem man aber schneller fährt, weil er leiser und windgeschützter ist?

Gruß
Bernd
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Cub
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Re: Helm?!

Beitrag von Cub » Mo 2. Jul 2018, 22:21

Sicherer fürs Gesicht bleibt natürlich der Integralhelm.
Und den gibts ja auch in laut. :lol:

Harri
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Re: Helm?!

Beitrag von Harri » Mo 2. Jul 2018, 23:22

Bernd hat geschrieben:
Mo 2. Jul 2018, 22:03
Einen Integralhelm will ich nicht, weil er zuviele Fahr und Umwelteinflüsse von mir fern hält. Ich fahre damit, weil er viel leiser als der Jethelm ist, schneller.
Was ist also gefährlicher? bzw. sicherer?
Ein Jethelm, mit dem man, weil man die Umwelteinflüsse mitbekommt, langsamer fährt,
oder ein Integralhelm, der bei einem Sturz zwar besser schützt, mit dem man aber schneller fährt, weil er leiser und windgeschützter ist?
Deine Begründung zur Frage was sicherer oder gefährlicher wäre, ist m.M. an den Haaren herbeigezogen. Wenn Du sagst, daß Du lieber mit Jethelm fahren willst und für Deine Vorliebe, das höhere Verletzungsrisiko in Kauf nehmen willst, ist das Deine Entscheidung, die aber nicht mit Deiner Erklärung verallgemeinbar ist.
Ich habe oben schon gesagt, daß ich lange Jahre ausschließlich mit Jethelm gefahren bin. Ich fahre auch heute noch den größten Teil mit mindestens leicht geöffnetem Visier. Nur, daß das irgendeinen Einfluß auf die gefahrene Geschwindigkeit hatte, habe ich weder bei mir, noch bei anderen, feststellen können.
Die nächste These wäre ja jetzt, daß man mit Badehose und Halbschale noch langsamer fährt, als in der Lederkombi und Integralhelm. Das läßt sich mit diesem bekanntem Gegenbeispiel von Rolli Free eindrucksvoll anzweifeln.

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Done #30
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Re: Helm?!

Beitrag von Done #30 » Di 3. Jul 2018, 00:46

ich dachte immer, der sparsame Umgang mit Schutzkleidung macht schnell ;-)
Bild

Man kann sich mit Statistiken und Wahrscheinlichkeiten die wildesten Theorien zusammenfrickeln, Murphy interessiert das nicht. Es ist dann aber nach einem unverschuldeten Unfall in den nachfolgenden Gerichtsverhandlungen, wenn es um die Kosten für Reha, Umschulung, Wiedereingliederung, Rente und Pflege geht ein sehr beruhigendes Gefühl, wenn man hieb- und stichfest belegen kann, das man alles Menschenmögliche getan hatte, die Unfallfolgen geringstmöglich zu halten. Da gehts um Prozentpunkte an Teilschuld etc Kein Spaß.
Das muss dann jeder für sich selber abwägen, was er sich und der Solidargemeinschaft der Versicherten für ein Risiko und damit welche Folgen aufbürdet.
Ich hab mich auch schon bei folgender Überlegung erwischt: Mein Schädel wär mir egal.
- Wenns mich dort voll trifft, dann gehts meist schnell und ich muss nicht leiden.
- Wenn mich dort nicht voll trifft, dann merke ich davon evtl auch nicht viel.

Anders ists mit Handschuhen. Die ziehe ich nahezu panisch immer an. Ich fühl mich einfach unwohl ohne. Warum? Meist stützt man sich mit den Handflächen ab und die sind dann selbst bei einem harmlosen Rutscher evtl gar ohne Fremdbeteiligung verschrammt. Es gibt einer Erfahrung nach nichts Entwürdigenderes für einen erwachsenen, ansonsten gesunden Menschen, als sich nicht mal mehr selber den Hintern abwischen zu können, weil aus den Handflächen wochenlang der Dreck rauseitert.

Anekdote dazu:
2.1.1990 Bayreuth Markgrafenkaserne 4.102 Leutnant beim ersten Antreten nach Empfang der Klamotten: "Panzergrenadier Done, sie sind einer der Älteren hier. Erklären Sie mal bitte ihren jüngeren Kameraden, weshalb Sie sich für den Grundwehrdienst entschieden?" - "Naja, aus Feigheit. Ich trau mirs nicht zu, alten Leuten nicht den Arsch zu putzen. Lieber lerne ich, wie man andere Leute erschießt. Deshalb sehe ich mich nicht als Soldat, sondern als Zivildienstverweigerer." Wir hatten die folgenden Wochen viel Spaß miteinander ;-)
Ich wusste zu dem Zeitpunkt natürlich noch nicht, dass ich fünfeinhalb Monate später selbst in der Situation sein würde. Das prägt.

Nochn Bildchen:
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Nichts ist schlimmer als Leute, die sich für normal halten und ihr Verhalten und Auftreten auch von anderen erwarten

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