Die vier Tage Woche

Über was man sonst noch redet
Münchner
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Re: Die vier Tage Woche

Beitrag von Münchner »

Du verwechselst hier leider T-Zug (Tarifliches Zusatz Geld, 27,5% vom Lohn) mit verkürzter Vollzeit.

Der T-Zug schafft wahlweise 8 Tage Zusatzurlaub statt der 27,5% für die beschriebene "besonders belastete" Personengruppe, dabei sind 2 Tage geschenkt.

Die verkürzte Vollzeit kann für einen Zeitraum von 6 Monaten bis 2 Jahren beantragt und mit einer wöchentlichen Arbeitszeit ab 28 Stunden beliebig gestaltet werden.
Einzige Voraussetzung ist eine zweijährige Betriebszugehörigkeit.

Nach Ablauf der Frist ist eine Wiederholung wieder bis 2 Jahren möglich, so wie bei mir. Leicht unterschiedliche Regelungen in den verschiedenen Bundesländern möglich.
Ich nehme immer gerne 6 Monate für den Sommer, der Winter ist mir wurscht, da kann man eh nicht SC fahren.

Gruß vom Betriebsrat

Helmut

:mrgreen:
Zuletzt geändert von Münchner am Sa 15. Feb 2020, 09:52, insgesamt 1-mal geändert.

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Bastlwastl
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Re: Die vier Tage Woche

Beitrag von Bastlwastl »

Man kann wirklich nur den Kopf schütteln ....
"Ich danke allen, die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben."

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Innova-raser
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Re: Die vier Tage Woche

Beitrag von Innova-raser »

Palü hat geschrieben:
Fr 14. Feb 2020, 15:20
Aber Vielleicht sieht IR das als SOA und CH verwöhnter Arbeitnehmer anders.
IR du hast ja zu allen eine Meinung auch bei Arbeitszeitmodellen und Löhnen in Deutschland kennst du dich bestens aus
Nein, auch wenn ich in Deutschland arbeitete, so hatte ich nie einen deutschen Arbeitsvertrag. Und Nein zu umfangreichen Kenntnissen zu Arbeitsmodellen und Löhnen in Deutschland. Ich kenne mich im Süddeutschen Raum etwas aus, weil ich dort gute, solide Offlinefreunde habe. Aber das reicht natürlich nicht um hier vollwertig etwas sagen zu dürfen.

Dass die Arbeitsmodelle in Deutschland sehr viel Arbeitnehmerfreundlicher sind als zum Beispiel in der Schweiz, das ist mir klar. Und darauf ging ich nicht ein. Ich habe lediglich gesagt das eine 4.7% Lohnerhöhung doch recht stattlich ist. Das ist ja locker mal das dreifachen (3x) der durchschnittlichen Jahresteuerung in Deutschland in den vergangenen Jahren. Dass das bei den teilweise sehr kleinen Einkommen nominal trotzdem nicht gross einschenkt ist mir auch klar. Soweit habe ich das Prozentrechnen noch verstanden.

Aber wenn du einfach nur deine Meinungen und Ansichten bestätigt haben möchtest, dann stellen sich mir da doch so einige Fragen.



Andersrum mache ich täglich 3 Überminuten, das sind 0,05 Std die mir täglich gut geschrieben werden.
Dieses Kleinvieh macht übers Jahr, ich habe es nicht genau nachgerechnet man möge mir verzeihen,
ca. 1,5 freie Tage.
Palü hat geschrieben:
Fr 14. Feb 2020, 15:20
Und andere Kollegen reduzieren lieber ihre Arbeitszeit um 4 € Täglich,
um der "Knochenmühle" Pflege zu entkommen und sei es auch nur um 15 bis 20 Minuten Täglich.
Mittlerweile haben das auch die Arbeitskraftnehmer mitbekommen.
Es fehlen Fachkräfte. Mittlerweile werden die auch in SOA und Osteuropa rekrutiert.
Hier gehe ich Konform mit dir. Da besteht also kein Handlungsbedarf für dich bezüglich meiner Meinungsäusserungen.


Aber offensichtlich ist es so dass es NICHT am Einkommen liegt, das den Arbeitnehmern Probleme macht. Offensichtlich kommen die Arbeitnehmern immer noch gut über die Runden sonst würde man ja nicht das Pensum reduzieren, um das Mehreinkommen zu kompensieren. Wenn das Geld gebraucht würde, dann würde man ja viel lieber mehr arbeiten, um mehr einzunehmen.

Ergo müsste man doch eher für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen als für mehr Lohn.

Und zu der Aussage *CH verwöhnter Arbeitnehmer". Hast du je jemals längere Zeit in der Schweiz, zum Beispiel in der Pflege, gearbeitet? Wenn nein, dann sprich doch mal, sozialistisch nett, mit deinen Arbeitskollegen in der Schweiz wie sich für diese die Arbeitswelt gestaltet. Viele aus Deutschland haben das vermeintliche Paradies rasch wieder verlassen und sind in die (un)geliebte Heimat zurückgekehrt, weil das Leben dort doch sehr viel besser war. Hauptsächlich die die aus dem Norden kommen. Süddeutsche haben da eine andere Einstellung und sind, wie soll ich sage, sehr viel näher an der Schweiz als an Norddeutschland. Ich hoffe ich habe mich jetzt nicht wieder falsch ausgedrückt.

Ich sehe, gemäss deinen Aussagen hier, deinen ehrenwerten Einsatz im Dienste andere. Sei es in der Arbeit als Gewerkschafter oder auch in deinem angestammten Beruf. Tolle Sache, wenn alles so ist wie du es schreibst. Nur warum du so despektierlich auf meine Aussage Bezug nimmst, verstehe ich nicht ganz. Ist es Neid, der dich umtreibt? Wenn ja, dann schaue doch mal in die Stellenanzeigen in der Schweiz, wenn du der Ansicht bist, dass das Leben dort so viel besser sind und alle Arbeitnehmern verwöhnt werden.

Ansonsten lasse uns doch beim Thema bleiben und sachlich über etwas reden. Auch wenn es nicht immer deiner persönlichen Ansicht deckt. Oder bedeutet, in deiner Auslegung, Sozialismus das einer vor denkt und die anderen übernehmen?
nlichen Ansicht entspricht. Denn ich bin wissensbegierig und lerne fürs Leben gern! Denn Wissen ist das einzige Gut das man problemlos überall hin mitnehmen kann und das sich auch immer auszahlt.

mit freundschaftlichen Gruss

P.S.
Eigentlich schade das man verschiedene Meinungen und Ansichten nicht mehr in Anstand und Würde diskutieren kann. Es ist hier zum Trend geworden das jedes Posting und jeder Poster einfach niedergeschrieben wird der nicht auf der aktuellen Welle der Meinungsmacher hier liegt. Fatal!

Es ist nicht nur mir aufgefallen, sondern einigen anderen auch. Aber die vorherschenden und vorpreschenden Meinungsmacher sehen sich, wie immer in solchen Fällen, in keiner Weise im Unrecht.
Nicht der Verstand schreibt die Postings sondern der Charakter!

http://www.thinkinghumanity.com

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Münchner
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Re: Die vier Tage Woche

Beitrag von Münchner »

Bastlwastl hat geschrieben:
Sa 15. Feb 2020, 02:02
Man kann wirklich nur den Kopf schütteln ....
Weshalb ?

Bezog sich dein Kopfschütteln auf meine Aussage oder auf das Thema generell?

DonS
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Re: Die vier Tage Woche

Beitrag von DonS »

Jüngst beim Gewerkschaftstreffen vor allen Mitgliedern.
Der Vorsitzende ergreift das Wort und schreit mit geballter Faust: ”Genossen wir haben gekämpft, bis wir die 40 Stunden Woche erreicht haben. Wir werden weiterkämpfen, bis wir nur noch Mittwochs arbeiten müssen!”
Tosender Beifall! :superfreu: :superfreu: :superfreu:

Plötzlich steht einer in der hintersten Reihe auf und ruft fragend: ”Jeden Mittwoch, Herr Vorsitzender?”

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Palü
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Re: Die vier Tage Woche

Beitrag von Palü »

:laugh2: Dons, der ist gut :up2:
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Done #30
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Re: Die vier Tage Woche

Beitrag von Done #30 »

Grad was herrliches gefunden. Man muss sich vom Arbeitgeber nicht alles kostenlos gefallen lassen und nur wenige wehren sich:
http://www.hiller-partner.de/bund-muss- ... sgleichen/
Next Schällänsch: 111.111 km bis Aschermittwoch 2020 "Jayne", der Honda Innova ANF 125i! siehe -> "Bild" Abbruch bei 104724 km
Nichts ist schlimmer als Leute, die sich für normal halten und ihr Verhalten und Auftreten auch von anderen erwarten

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Himbeer-Toni
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Re: Die vier Tage Woche

Beitrag von Himbeer-Toni »

Ich finde, der Ansatz ist falsch.
Die Arbeit, der Job, sollte Spaß machen und einen erfüllen.
Wenn man trennt zwischen Job und Freizeit hat man verloren.

Ausnahme sind reine Jobs zum Geldverdienen, mit minutengenauer Abrechnung, also Jobs für Leute ohne jeden Anspruch ans Leben.

Wenn man Karriere machen möchte, oder aufsteigen, oder Ziele hat, oder irgendwie seinem Leben Sinn geben möchte, dann sind diese ganzen Modelle mit 35,75 Stunden völlig sinnlos.

Entweder man hat dann mit so ca 35 oder 40 Jahren seine Ziele erreicht, oder es wird eben nichts mehr und macht nur noch das Minimum, dann eine Kur, dann krank, dann Rücken, dann Betriebsrat usw.
Solange man gesund und motiviert ist sind 60 Stunden und mehr pro Woche eine gute Investition in die Karriere und in finanzielle Unabhängigkeit.

Idealzustand: Mit 55 Jahren genug verdient, und nur noch Freiheit. Das ist besser als 4 Tage statt 5 oder 6 Tage Arbeit bis 67.
Bild

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Done #30
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Re: Die vier Tage Woche

Beitrag von Done #30 »

Himbeer-Toni hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 00:12
Entweder man hat dann mit so ca 35 oder 40 Jahren seine Ziele erreicht, oder es wird eben nichts mehr und macht nur noch das Minimum, dann eine Kur, dann krank, dann Rücken, dann Betriebsrat usw.
Solange man gesund und motiviert ist sind 60 Stunden und mehr pro Woche eine gute Investition in die Karriere und in finanzielle Unabhängigkeit.
Wenn er das als Selbstsändiger macht, dann ist das seine Sache.
Aber in einem nicht selbstständigen Arbeitsverhältnis bist meientwegen irgenwann mal 35 oder 40, nicht mehr so ganz fit, hast Familie, Hobbys, Ehrenämter etc kommst mit 39,5h grad so hin und dann drängt so ein Jungspund rein und macht deine Arbeit, aber nicht 39,5, sondern 60 Stunden die Woche. Das hält der nicht durch bis 55 und liegt dann allen auf der Kasse. Nebenbei noch werden aufgrund diesen Drucks die Selbstmordraten steigen, also japanische Verhältnisse herrschen.

Nur wer zwischen Job und Freizeit trennen kann ist frei. Zwar nicht komplett, aber zumindest außerhalb der Arbeitszeit. Frei für Familie, Regeneration etc pp
Wer erinnert sich noch an das Plakat:
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Quelle:
https://www.igmetall.de/ueber-uns/kampa ... t-die-zeit
Next Schällänsch: 111.111 km bis Aschermittwoch 2020 "Jayne", der Honda Innova ANF 125i! siehe -> "Bild" Abbruch bei 104724 km
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thrifter
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Re: Die vier Tage Woche

Beitrag von thrifter »

Himbeer-Toni hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 00:12
Ausnahme sind reine Jobs zum Geldverdienen, mit minutengenauer Abrechnung, also Jobs für Leute ohne jeden Anspruch ans Leben.
Wenn es Dich mal trifft, daß Du auf andere angewiesen bist, also auf Leute 'ohne jeden Anspruch ans Leben', dann wirst Du wahrscheinlich etwas anders darüber denken.
Hoffe ich wenigstens für Dich.
Erschüttert über solche Worte,
Reinhard
...Honda CUB...Man erfreut sich ein Leben lang an ihr, aber eigentlich bewahrt man sie schon für die nächste Generation...

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